Schlussbericht im "Goldfisch-Fall"

30. Oktober 2006, 09:38
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Tier bei umstrittener Kunstausstellung in Dornbirn getötet: Staatsanwaltschaft befasst sich damit

Bregenz - Der Fall des bei einer Ausstellung im Kunstraum Dornbirn getöteten Goldfischs ging nun an die Staatsanwaltschaft. Staatsanwaltschaftssprecher Franz Pflanzner bestätigte einen diesbezüglichen Bericht von ORF Radio Vorarlberg. Man habe die Einvernahme des dänischen Künstlers Marco Evaristti beantragt, so Pflanzner. Erst in einigen Monaten werde darüber entschieden, ob Anklage wegen Tierquälerei erhoben oder das Verfahren eingestellt wird.

Tierschutzverein erstattete Anzeige

Evaristti ließ im Frühjahr 2006 in der Ausstellung "Zerstörte Welten und die Utopie der Rekonstruktion" in zehn Standmixern jeweils einen Goldfisch schwimmen. Das Leben der Tiere hing vom Wohlwollen der Ausstellungs-Besucher ab. Der Besucher konnte entscheiden, ob er die Geräte einschalten wollte oder nicht und war somit Herr über Leben und Tod. Einer der Besucher schaltete einen Mixer ein, der Goldfisch verendete. Der Österreichische Tierschutzverein sah darin den Tatbestand der Tierquälerei erfüllt und erstattete Anzeige. (APA)

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