Anschlag auf Computer-Metropole Bangalore vereitelt

27. Oktober 2006, 10:42
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Pläne bei zwei nach Schießerei festgenommenen Männern gefunden

Indiens Polizei hat nach eigenen Angaben einen Anschlag von Islamisten auf die Stadt Bangalore vereitelt, in der auch viele ausländische Firmen aktiv sind. Bei zwei nach einer Schießerei festgenommenen Männern seien Pläne gefunden worden, denen zufolge ein Regierungsgebäude in der südindischen Computer-Metropole angegriffen werde sollte, hieß es am Freitag. Erste Vernehmungen und Daten auf einem sichergestellten Computer deuteten darauf hin, dass die Männer zu der Islamisten-Organisation Al-Badr gehörten, berichtete die Polizei in Mysore rund 140 Kilometer südwestlich von Bangalore. Dort hatte sich die Schießerei ereignet.

Militante Islamisten

Al-Badr ist eine in Pakistan ansässige Organisation militanter Islamisten, die gegen die indische Herrschaft in der geteilten Himalaya-Region Kaschmir kämpft. Laut den indischen Sicherheitsbehörden gehören ihr vor allem Pakistaner und Afghanen an. In Mysore wurde nach Polizeiangaben nach weiteren Militanten gesucht. Berichte über deren Versuche, in die Stadt einzusickern, habe es schon seit Wochen gegeben.

Indischen Angaben zufolge planen von Pakistan aus operierende Gruppen zunehmend Angriffe auf Ziele in ganz Indien - speziell solche mit Symbolcharakter wie Bangalore, das Zentrum der indischen Software-Industrie, in die zudem viele ausländische Firmen Bereiche ausgelagert haben. (APA/Reuters)

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