Wiener Marktanteil steigt 2001 auf mehr als 20 Prozent

3. Juli 2000, 14:46

Durch die Übernahme des Rest-Mohren-Reiches in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland wird der Marktanteil der Spar allein in Wien nächstes Jahr auf mehr als 20 Prozent steigen, prognostiziert Spar-Vorstandsvorsitzender Hans M. Reisch. Derzeit liegt er noch bei 14 Prozent. Das erste Halbjahr sei bisher sehr erfreulich verlaufen, sagte Reisch. Das Wachstum liege weit über der Inflationsrate.

1999 baute die Spar ihren Österreich-Marktanteil im Lebensmittelheinzelhandel laut AC Nielsen (ohne Lidl und Hofer) von 27,2 im Jahr davor auf 28,3 Prozent aus, nicht zuletzt durch die Übernahme von 21 PamPam-Märkten von Meinl. Marktführer Billa legte ebenfalls zu - von 32,8 auf 34,6 Prozent. Der Marktanteil der Einkaufsorganisation ZEV sank durch den Meinl-Ausstieg aus der Einkaufsorganisation von 16,3 auf 9,2 Prozent. Die zum deutschen Tengelmann-Konzern zählende Löwa legte von 5,4 auf 6,2 Prozent zu. Auf die restlichen Filialisten (Adeg, selbstständige Kaufleute) entfielen 18,4 Prozent, nach 18,3 Prozent 1998.

Umsatz stieg nur wenig

Der Umsatz des Lebensmittelshandels insgesamt (ohne Hofer und Lidl) stieg um nicht einmal ein Prozent von 148,54 auf 149,67 Mrd. S. Die Zahl der Standorte ging von 7.166 auf 6.914 zurück.

Spar will in Ostösterreich jedoch nicht nur mit den übernommenen Meinl-Filialen sondern - wie bereits zu Jahresbeginn angekündigt - auch aus eigener Kraft expandieren, wenn auch etwas langsamer. Im laufenden Jahr 2000 werden 8 Märkte eröffnet, darunter 4 Eurospar und 4 Supermärkte. 2001 seien in Wien 12 neue Supermärkte und 2 Eurospar geplant, sowie 9 weitere Supermärkte in Niederösterreich, sagte der Geschäftsführer der Spar-Zentrale St. Pölten, Erich Glaser. (APA)

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