Hofburg war Publikumsmagnet

26. Oktober 2006, 22:53
posten

Lange Wartezeiten vor Präsidentschaftskanzlei schreckten Besucher nicht

Wien - Die Hofburg war auch dieses Jahr am Nationalfeiertag wieder ein großer Publikumsmagnet. Bundespräsident Heinz Fischer und seine Frau Margit hatten zwischen 14:00 und 17:00 zum "Tag der offenen Tür" geladen - und verlängerten dann noch um eine halbe Stunde. Tausende Bürger waren der Einladung gefolgt. Dabei nahmen die Interessierten - darunter auch einige Touristen - bis zu zwei Stunden Wartezeit in Kauf, um in die Präsidentschaftskanzlei zu gelangen.

Während einige Besucher sich hauptsächlich für die prunkvollen Räumlichkeiten interessierten, waren andere gekommen, um den Präsidenten einmal persönlich kennen zu lernen. "Wir wollen halt amal schauen, wo unser Präsident arbeitet", so zwei Damen um die 50, die extra aus Niederösterreich angereist waren. Besucher aus dem Mostviertel hatten sogar ein Präsent für Heinz Fischer dabei: einen Birnenschnaps.

Die erste Besucherin, ein kleines Mädchen, wurde vom Bundespräsidenten und seiner Frau - die jeden persönlich begrüßten - mit einem Stück Schokolade für ihre Mühen entschädigt: "Weilst so lang warten hast müssen",´meinte der Präsident, der seine Bürgernähe wieder einmal professionell zur Schau stellte. "Alles in Ordnung? Schön, dass Sie da sind. Woher kommen Sie?" - Fischer war sichtlich bemüht für jeden der tausenden Besucher ein persönliches Wort zu finden. Zwischendurch gab der Bundespräsident Autogramme und ließ sich mit den Gästen fotografieren.

Beim Hinausgehen konnten die Besucher eine Sigmund-Freud Ausstellung sowie zeitgenössische Kunstwerke in einer Ausstellung "Kunst auf der Adlerstiege" bewundern. "Lassen Sie sich halt von dem modernen Bildern ned abschrecken", gab Fischer einigen Gästen beim Abschied auf den Weg mit. (APA)

Share if you care.