Scharapowa im Viertelfinale

28. Oktober 2006, 16:38
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Nun erstmals gegen Ivanovic - "Wird ein interessantes Match" - Nummer sieben an Stosur gescheitert

Linz - Maria Scharapowa hat am Donnerstag ihren ersten Turnier-Auftritt in Österreich nach Anfangsproblemen mit Bravour absolviert. Die 19-jährige US-Open-Siegerin aus Russland bezwang die griechische Qualifikantin Eleni Daniilidou nach 1:24 Stunden mit 7:5,6:1. Damit kommt es im Viertelfinale am Freitag zum Schlager Scharapowa - Ana Ivanovic. Die Serbin hatte zuvor die talentierte Polin Agnieszka Radwanska in 62 Minuten 6:2,6:2 vom Platz gefegt.

"Das war eine ziemlich schwierige erste Runde, sie hat vor allem im ersten Satz sehr gutes Tennis gespielt", zollte Scharapowa ihrer Gegnerin Respekt. Die frisch gebackene Zürich-Siegerin hatte zu Beginn in der mit 5.000 Fans ausverkauften Halle einige Mühe gegen die Nummer 41 der Welt. Bei 2:3 musste die Russin zwei Breakbälle abwehren, danach ging es bis zum 5:5 mit dem Aufschlag, ehe Scharapowa der Herausforderin das Service zum 6:5 abnahm.

Daniilidou im zweiten Satz angeschlagen

Als der in Florida lebenden Weltranglisten-3. auch zu Beginn des zweiten Durchgangs gleich ein Break gelang, war das Match quasi entschieden. Daniilidou nahm zudem eine medizinische Auszeit, weil sie Kopfschmerzen hatte und ihr schwindlig war. Daniilidou war an den Tagen zuvor krank gewesen.

War es nun im zweiten Satz ihre eigene Steigerung, oder auch das Nachlassen bei Daniilidou? "Ein bisschen von beidem. Ich habe mich dann sehr gut bewegt", sagte Scharapowa.

Die Nummer 1 des Turniers hat heuer eine ausgezeichnete Saison hinter sich. Neben den vier Turniersiegen in Indian Wells, San Diego, bei den US Open und in der Schweiz, stand sie in 11 ihrer 13 Turniere zumindest im Semifinale. Ein Run, den sie auch in Linz fortsetzen möchte.

Premieren-Duell

Nächste Hürde ist Ivanovic. "Das wird ein interessantes Match, sie hat ein unglaubliches Jahr gehabt. Man muss versuchen, in den ersten paar Games herauszufinden, wie sie ihr Spiel anlegt", sagte Scharapowa.

Ausgeschieden ist am Nationalfeiertag hingegen die Nummer 7 des Turniers: Die Russin Anna Tschakwetadse musste sich überraschend der Australierin Samantha Stosur mit 4:6,4:6 beugen. Stosur bekommt es nun mit Titelverteidigerin Nadja Petrowa (RUS-2) zu tun.

Bammer-Bezwingerin Jelena Jankovic (SRB-6) hatte auch im Match gegen Jelena Wesnina Probleme mit der rechten Schulter - zumindest sah es danach aus. Nach verlorenem ersten Satz raffte sich die US-Open-Halbfinalistin aber auf und rang Wesnina mit 6:7,6:4,6:2 nieder. Jankovic trifft nun auf die erst 17-jährige Nicole Vaidisova aus Tschechien. (APA)

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    Ein Küsschen fürs Linzer-Publikum von der Nummer eins des Turniers Maria Scharapowa.

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