Werner Grissmann wegen Gemeingefährdung angezeigt

31. Oktober 2006, 09:00
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Ex-Skirennläufer präsentierte Auto auf nasser Abfahrtsstrecke und kam ins Rutschen - Verletzte Frau erstattete Anzeige

Klagenfurt - Die Autofahrt über eine Kärntner Skipiste könnte den ehemaligen Abfahrtsläufer Werner Grissmann teuer zu stehen kommen. Der 54-Jährige, der am Nationalfeiertag den Zielhang der Kaiserburg-Abfahrt in Bad Kleinkirchheim mit seinem Audi bewältigt hatte, wird wegen fahrlässiger Gemeingefährdung und fahrlässiger Körperverletzung angezeigt. Der Audi Q 7 im Wert von 90.000 Euro wurde stark beschädigt.

Überschlag verhindert

Laut Polizeiangaben war der Lienzer gegen Ende des Franz-Klammer- Weltcup-Wandertages unter Beteiligung von rund 6.000 Menschen von der Bergstation ins Tal gefahren. Oberhalb des Zielgeländes, wo zu diesem Zeitpunkt eine Art Volksfest stattfand, wollte Grissmann stolz sein neues Geländefahrzeug präsentieren. Dabei kam er aber auf dem nassen Gras ins Rutschen. Um einen Überschlag zu verhindern, lenkte er den Audi auf direkter Spur über den steilen Zielhang.

Ungebremst

Die Fahrt des 54-Jährigen wurde zu einem wahren Husarenritt. Er überfuhr ungebremst einen Güterweg und übersprang einen quer zur Fahrtrichtung verlaufenden Zufahrtsweg. Nach dem Sprung von rund sieben Metern platzten drei Reifen. Grissmann fuhr auf den Felgen noch etwa 100 Meter bis zur Talstation, wo er das Auto verließ.

Anzeige

Zeugen gaben an, viele Wanderer hätten sich mitsamt ihren Kindern erst im letzten Augenblick durch Sprünge zur Seite vor dem Auto in Sicherheit bringen können. Eine 48-jährige Hausfrau aus Keutschach soll sich dabei am rechten Daumen verletzt haben, sie erstattete Anzeige.

Grissmann beteuerte, dass er nicht absichtlich über den Zielhang gefahren sei und niemanden gefährdet hätte. Auch habe er sich sofort bei den Leuten im Zielgelände entschuldigt. Ein beim Osttiroler durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert von 0,0 Promille. (APA)

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