Antikes Bordell in Pompeji restauriert

27. Oktober 2006, 13:29
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Das Lupanare besaß zwei Stockwerke mit je fünf Zimmern, Steinbetten und erotische Fresken

Pompeji - Das vermutlich beliebteste Bordell in der antiken Stadt Pompeji ist nach einjähriger Restaurierung wieder zu besichtigen. Es wurde in der Bausubstanz überholt, außerdem wurden die Fresken ausgebessert, wie die örtliche Behörde für Altertümer am Donnerstag mitteilte. Das "Lupanare" - abgeleitet von "Lupa" (Wölfin), dem lateinischen Wort für Prostituierte - dürfte damit zur besonderen Touristenattraktion der Ausgrabungsstätte südlich von Neapel werden.

Das Bordell besteht aus zwei Stockwerken mit je fünf Zimmern und einer Latrine. In den Räumen gibt es Steinbetten, auf die einst dicke Matratzen gelegt wurden. Die Wände sind mit erotischen Fresken dekoriert. Das obere Stockwerk ist besser ausgestattet und war offensichtlich den wohlhabenderen Kunden vorbehalten.

Griechische oder orientalische Sklavinnen

Die Prostituierten im alten Pompeji waren zumeist Sklavinnen griechischer oder orientalischer Herkunft. Ihr Preis betrug Überlieferungen zufolge etwa das Achtfache einer Einheit Wein. Das Geld wurde vom Besitzer des Bordells kassiert. Pompeji versank im Jahr 79 nach einem gewaltigen Ausbruch des nahe gelegenen Vesuvs unter einer meterdicken Ascheschicht. Dadurch sind die Reste der antiken Stadt, deren Einwohnerzahl bis auf 30.000 geschätzt wird, gut erhalten geblieben. (APA/AP)

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Bilder der Fresken: ArchArt
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