Erneut Klage wegen Vioxx-Schmerzmittel

29. Oktober 2006, 18:55
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Nach Herzinfarkt und Schlaganfall will Deutsche 250.000 Euro Schmerzensgeld

Köln - Nach einem Herzinfarkt und einem Schlaganfall hat eine 44-Jährige den deutschen Vertreiber des umstrittenen Schmerzmittels Vioxx auf rund 250:000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Zum Prozessauftakt am Mittwoch vor dem Kölner Landgericht begründete die Frau ihre Klage mit den - so ihre Darstellung - durch die Einnahme des Medikaments erlittenen Gesundheitsschäden. Nach Angaben ihrer Anwälte bekam die 44-Jährige den Infarkt und den Schlaganfall durch Vioxx. Das Schmerzmittel wurde 2004 vom Markt genommen.

"Die Klägerin muss beweisen, dass ihre Gesundheitsschäden auf die Einnahme von Vioxx und nicht auf ihren vorherigen Gesundheitszustand zurückzuführen sind", teilte das Unternehmen MSD Sharp & Dohme in einer Erklärung mit. Die Firma ist ein Tochterunternehmen des US- amerikanischen Konzerns Merck & Co, der das Mittel vertrieben hat. (APA/dpa)

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