Gut, wahr und schön

3. November 2006, 13:06
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Valery Koshlyakov lässt in der Galerie Krinzinger das "Golden Age" aus dem Müllhaufen wiederauferstehen

Wien - Die Futuristen wollten die Bestände des Louvre auf den Müllhaufen werfen; der russische Künstler Valery Koshlyakov lässt
nun das "Golden Age" aus dem Müllhaufen wiederauferstehen.
Mit Bananenschachteln, Kartons und viel Klebe-band baut er das "Lost Imperium" wieder auf, das hier zwar auf ziemlich wackeligen, aber dafür umso liebevoller gestalteten Grundfesten steht: einer aus Karton zusammengebauten "Akropolis", einem minimalistischen "göttlichen Wagen", einer "Artemis" für Arme und mit großformatigen Porträts klassischer Heroen, die der Künstler mit Sprühdosen überarbeitet hat.


Namentlich begleiten einen Götter, Dichter und Denker von "Apollo" über "Homer" bis "Poseidon" durch seinen prunklosen Olymp, in dem dem Guten, Wahren und Schönen nicht unhinter-fragt und naiv, sondern mit allen Mitteln gedacht werden soll. (cb/DER STANDARD, Printausgabe, 25./26.10.2006)

Galerie Krinzinger
1., Seilerstätte 16
01/513 30 06
Bis 18. 11.
  • Valery Koshlyakov: "Lost-Imperium-Ruinenstadt", 2006
    foto: krinzinger

    Valery Koshlyakov: "Lost-Imperium-Ruinenstadt", 2006

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