EU-Parlament will bessere Vorsorge

25. Oktober 2006, 19:29
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Charta zum Schutz von Patientinnen am Arbeitsplatz geplant

Straßburg - Das EU-Parlament hat Deutschland und andere Länder zu einer besseren Brustkrebsvorsorge aufgerufen. Mit breiter Mehrheit nahmen die Abgeordneten am Mittwoch in Straßburg eine Resolution an, in der die Umsetzung von 14 Jahren alten EU-Leitlinien gefordert wird.

Fakten

In der EU sterben jährlich 88.000 Frauen an Brustkrebs, 18.000 davon in Deutschland. In Deutschland erkranken jährlich 55.000 Frauen an Brustkrebs, in der EU sind es 275.000. Die Zahl der unter 40-Jährigen Patienten hat sich nach Parlamentsangaben in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt.

Für die Behandlung sehen die EU-Leitlinien zertifizierte Brustzentren vor, die mindestens 150 Operationen pro Jahr durchführen und ÄrztInnen verschiedener Fachrichtungen regelmäßig zusammenbringen. Das Parlament forderte die EU-Kommission auf, eine Charta zum Schutz von Patientinnen am Arbeitsplatz zu entwerfen. Die Forderungen sind allerdings nicht bindend, weil die Gesundheitspolitik in der EU weitgehend nationale Sache ist. (APA/Reuters)

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