Neue Ziele für Paszek

25. Oktober 2006, 15:37
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Niederlage weggesteckt, Österreicherin steht vor ihrer ersten vollen WTA-Saison - Saisonstart in Auckland nach Brasilien-Trip zu Passos

Linz - Für Tamira Paszek war das Generali Ladies in Linz nach der ersten Runde vorbei. Doch die Karriere der noch nicht einmal 16-jährigen Vorarlbergerin beginnt eigentlich erst so richtig. Nach einer dreiwöchigen Pause, in der sie im BRG Dornbirn-Schoren die Prüfungen für November, Dezember und Jänner ablegen möchte, fliegt "Mimi" Ende November/Anfang Dezember nach Brasilien zu Trainer Larri Passos.

Ihren 16. Geburtstag am 6. Dezember wird Tamira also in Südamerika verbringen, exakt in einem Tennis-Camp in St. Catarina, etwa 45 Minuten entfernt von Florianopolis im Süden Brasiliens. Tamira ist begeistert von der Zusammenarbeit mit dem Coach. "Er arbeitet unglaublich hart und hat ein Riesenherz. Und er hat eine total positive Ausstrahlung, auch wenn es einem nicht so läuft", beschreibt Paszek den Coach, der ja auch den dreifachen French-Open-Sieger Gustavo Kuerten betreut.

"Larri hat in Brasilien 105 Kinder von der Straße aufgelesen und in seinem Camp untergebracht", erzählt die noch 15-jährige Paszek. Die Kids spielen dort Tennis, haben aber vor allem ein soziales Auffang-Becken - und etwas zu essen.

"Es kommen noch tausende Matches"

Nach ihrem ersten Turniersieg in Portoroz und dem zweiten Auftritt in Linz ("Das ist mein Lieblingsturnier") hat für die Dornbirnerin nun die Schule Vorrang - vorläufig. In Brasilien baut sie sich für das kommende Jahr auf, in dem sie voraussichtlich - je nach Verlauf - die erste volle WTA-Saison spielen wird. 13 Turniere der WTA-Tour plus vier Grand-Slams, von denen sie vielleicht einen oder zwei noch einmal bei den Junioren spielen wird, darf sie in ihrem Alter spielen.

"Ich spiele jetzt einmal in Auckland, dazwischen vielleicht Canberra und dann die Quali in Melbourne", meinte Österreichs große Nachwuchshoffnung, die mit Niederlagen gut umgehen kann. "Tennis ist ein Spiel, ein Sport. Es kommen noch tausende Matches. Wenn man sich jede Niederlage zu sehr zu Herzen nimmt und sich vergräbt, ist das sicher nicht Ziel führend", weiß sie.(APA)

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    "Tennis ist ein Spiel"

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