Bauwirtschaft will mehr forschen

24. November 2006, 16:59
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Die Bauwirtschaft weist bislang eine vergleichsweise geringe Forschungsquote aus und will diese verdoppeln

Wien - Die Bauwirtschaft, die rund ein Zehntel der österreichischen Wirtschaftsleistung erbringt, weist heute eine vergleichsweise verschwindend kleine Forschungsquote aus. Dies soll sich in den nächsten Jahren ändern, die F&E-Quote soll verdoppelt werden. Speziell die Aufwendungen des klassischen "bauausführenden" Zweigs sollen verstärkt werden. Dies ist der Zweck einer Mittwoch gestarteten Brancheninitiative mit dem Namen "Bra. In der Bauwirtschaft".

Die bauausführende Wirtschaft, in der 252.000 der 331.000 Beschäftigte des Sektors arbeiten, kommt heute auf eine F&E-Quote von 0,05 Prozent. Große Teile der Baustoffindustrie sind viel forschungsintensiver. Die gesamte Branche hat im Durchschnitt eine F&E-Quote von 0,24 Prozent. Im Vergleich: Die österreichische Volkswirtschaft erreicht heuer eine F&E-Quote von 2,4 Prozent.

Ziel ist es nun, die allgemeine Forschungsquote auf 0,4 Prozent und jene der Bauwirtschaft im engeren Sinn auf 0,1 Prozent verdoppeln. Um das zu erreichen, sollen auch mehr Fördergelder fließen. "Vorfertigung und Systembauweisen", "unterirdisches Bauen" und "Verhinderung von Bauschäden" sind einige der möglichen Forschungsfelder. Träger der Initiative ist die Forschungsgesellschaft für Wohnen, Bauen und Planen (FGW). (APA)

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    foto: standard/fischer
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