Republikaner-Chef im Repräsentantenhaus sagt zu Sexaffäre aus

30. Oktober 2006, 17:47
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Anhörung wird mehrere Stunden dauern

Washington - Der Präsident des US-Repräsentantenhaus, der Republikaner Dennis Hastert, hat zur Affäre um Sex-Botschaften eines Abgeordneten an Minderjährige ausgesagt. Ein Parlamentsausschuss in Washington wollte am Dienstag von Hastert erfahren, wie viel er von dem Verhalten seines Parteifreundes Mark Foley wusste und was er dagegen unternommen habe. Die Aussage Hasterts - mitten im Wahlkampf - sollte mehrere Stunden dauern.

Foley hatte SMS und E-Mails mit sexuellen Inhalten an männliche Praktikanten des Kongresses gesendet. Er ist inzwischen zurückgetreten. Kritiker warfen Hastert darauf hin vor, nicht früh genug gehandelt zu haben und forderten seinen Rücktritt. Er hat beteuert, von dem Inhalt der Botschaften erst durch die jüngsten Medienberichte erfahren zu haben. Auch die Bundespolizei FBI und das Justizministerium beschäftigen sich inzwischen mit dem Fall.

Die Affäre stellt kurz vor den Kongresswahlen am 7. November eine massive Belastung für die Republikaner da, die um ihre Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus kämpfen. (APA/Reuters)

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