"Panzerkommandant" des T-34 festgenommen

Redaktion
30. Oktober 2006, 18:40

Mit Sowjetpanzer gegen Polizisten losgefahren

Budapest - Der "Panzerkommandant" jenes russischen T-34, der während der Straßenkämpfe am Montag in Budapest auf Polizisten losgefahren war, wurde am Dienstag von der ungarischen Polizei ermittelt. Das berichtete die Ungarische Nachrichtenagentur MTI am Dienstag. Bei dem Mann könnte es sich nach Medienberichten um einen ehemaligen Militärangehörigen gehandelt haben, der einst möglicherweise einen solchen Panzer gefahren war.

Der Panzer sowjetischer Bauart war ursprünglich anlässlich des 50. Jahrestages der Revolution von 1956 in der Pester Innenstadt ausgestellt worden. Um das Militärfahrzeug zu starten, waren Spezialkenntnisse nötig - erklärte der Budapester Polizeichef Peter Gergenyi. Über die Identität des Festgenommen gab es zunächst keine Informationen.

Die Randalierer hatten am Montag den ursprünglich fahrunfähigen Panzer mit mehreren gleichgeschalteten Autobatterien und neuer Verkabelung zum Laufen gebracht, mit dem Ziel eines Angriffs auf die Polizisten, betonte Gergenyi. Auch sei die Einstiegsluke verschlossen gewesen, so daß die Randalierer mit einer Eisensäge das Schloß absägten. Der Panzer wurde inzwischen wieder in den Ausstellungspark der Universität für Nationale Verteidigung Miklos Zrinyi zurückbefördert. (APA)

Share if you care
3 Postings

Die Geschichte ist echt unglaubllich. Da macht sich jemand die Mühe und fährt mit einem alten Kasten wie diesen durch die Stadt.

Respekt

Den Panzer zu reaktivieren ist ein Schulbubenstreich erster Klasse. Gratulation auch wenn die Staatsgewalt (wie oft der Direktor der Schule) keinen Spass versteht.

Ein Lausbubenstreich?

Sehr witzig. Es ist ein Glück, dass niemand von diesen Wahnsinnigen überrollt wurde!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.