Umberto Eco diagnostiziert: "Geschichtsverlust" auch in Europa

31. Oktober 2006, 12:42
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Kritik des italienischen Schriftstellers an mangelnder historischer Bildung: Schuld sei das Internet

Berlin - Das Internet ist nach Ansicht des italienischen Schriftstellers Umberto Eco daran schuld, dass die Europäer immer weniger über die Geschichte wissen. "Der Geschichtsverlust, ein typisches Krankheitsbild in den Vereinigten Staaten, breitet sich leider auch immer stärker unter den jungen Europäern aus", sagte Eco dem Magazin "Cicero" (November-Ausgabe).

Das "Reich des Internets" trage erheblich dazu bei, diesen Verlust der historischen Perspektive zu beschleunigen, indem "einfach eine Masse ungeordneter Informationen" geliefert werde. "Ein Übermaß an Informationen kann ebenso gefährlich sein wie zu wenig", meinte Eco. Den Vereinigten Staaten drohen nach Ansicht des Autors dadurch inzwischen sogar der "Verlust ihres kollektiven Gedächtnisses." (APA/dpa)

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