Aristoteles hatte eine Hakennase

Neben der bisher besterhaltenen Büste des Philospophen wurde auch eine von Hadrian bei Ausgrabungen auf der Akropolis in Athen entdeckt

Athen - Der griechische Philosoph Aristoteles hatte offenbar tatsächlich eine Hakennase, wie einige zeitgenössische Berichte behaupten. Das lege die bisher besterhaltene Büste des Philosophen nahe, der vor mehr als 2300 Jahren lebte und Alexander den Großen unterrichtete, sagte der griechische Archäologe Alkistis Horemi am Dienstag.

Die Büste war kürzlich bei Ausgrabungen im Vorfeld der Bauarbeiten für das neue Museum auf der Akropolis in Athen entdeckt worden. Sie zeigt Aristoteles als bärtigen Mann um die 60 mit resolutem Gesichtsausdruck und stammt vermutlich vom Ende des ersten Jahrhunderts vor Christus. Dem unbekannten Bildhauer sei es gelungen, die breite Stirn und den legendären eindringlichen Blick des Philosophen gut zum Ausdruck zu bringen.

19 andere Büsten aus der Römer-Zeit zeigen Aristoteles nicht mit Haken-, sondern mit gerader oder gar mit Stupsnase, wie Horemi erläuterte. Es handele sich dabei durchweg um Kopien griechischer Originale.

Auch Hadrianbüste entdeckt

Außerdem fielen den Archäologen bei Ausgrabungen noch zwei weitere antike Büsten der "feinsten Art" in die Hände, wie am Mittwoch bekannt wurde: die des römischen Kaisers Hadrian und eines unbekannten Priesters eines Tempels des Gottes des Weines Dionysus.

Die Büsten waren nach ersten Erkenntnissen der Archäologen in den Gärten von Palästen reicher Händler oder Funktionäre der Stadt Athen während der römischen Herrschaft aufgestellt gewesen.

Alle drei Büsten seien etwa 46 Zentimeter groß und sollen künftig im neuen Akropolis Museum ausgestellt werden. (APA/red)

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