BZÖ sieht bei Bildung Stillstand

25. Oktober 2006, 15:51
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VSStÖ sammelt Unterschriften gegen Studiengebühren - AHS-Lehrer wieder im Clinch mit Haider

Wien - "Den zu erwartenden Stillstand" haben die Verhandlungen von SPÖ und ÖVP zum Thema Bildung nach Ansicht des BZÖ gebracht. "Viele ideologische Schranken in der Bildungspolitik schienen mit dem Schulpaket II schon überwunden", meinte BZÖ-Bildungssprecherin Mares Rossmann in einer Aussendung am Dienstag. "Wenn man sich die Forderungen von SPÖ-Verhandlungsführer Landeshauptmann Niessl nach einer Gesamtschule anhört, wird man aber eines Besseren belehrt.", so Rossmann weiter. Im Vordergrund dürfe nicht Vereinheitlichung und "Gleichschalterei" stehen, sondern "die Schaffung von Grundvoraussetzungen wie beispielsweise das Beherrschen der Unterrichtssprache".

Anhebung der Forschungsausgaben

Die Ärztekammer fordert von der neuen Regierung eine Anhebung der Forschungsausgaben von derzeit rund 2,4 auf mindestens drei Prozent des BIP. Dazu müsse im Bereich der Grundlagenforschung vor allem der Wissenschaftsfonds FWF entsprechend dotiert werden. Zur besseren Koordination sollten außerdem die derzeit auf drei Ministerien verteilten Forschungsagenden in einem einzigen Ressort gebündelt werden, hieß es in einer Aussendung.

Unterschriftensammeln

Der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) sammelt unterdessen in allen Universitätsstädten Österreichs ab heute Unterschriften gegen Studiengebühren und für bessere Sozialleistungen im Studium. Allein in den ersten Stunde hätten schon an die 400 Studierende ihre Stimme gegen die Gebühren abgegeben, hieß es in einer Aussendung.

AHS-Lehrer verhandeln wieder

Am Rande der Koalitionsverhandlungen nehmen die AHS-Lehrer in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) ihre Auseinandersetzung mit dem österreichischen PISA-Koordinator Günter Haider wieder auf. In einer PISA-Detailauswertung hatte er die Gymnasien in sechs mitteleuropäischen Staaten verglichen, wobei die österreichischen AHS-Schüler im Vergleich zu ihren Kollegen in den Nachbarstaaten eher schlecht abschnitten. In einer Aussendung kritisieren nun die Gewerkschafter, dass bei dem Vergleich nicht berücksichtigt worden sei, dass sich die leistungsstarken Schüler in Österreich sowohl auf AHS als auch auf die berufsbildenden höheren Schulen verteilen würden, während in anderen Staaten nur das Gymnasium als einzige Schule für besonders begabte Schüler zur Verfügung stehe.(APA)

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