Aufständische töten in der Provinz Anbar zwei US-Soldaten

27. Oktober 2006, 09:05
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Oktober ist für die US-Armee der verlustreichste Monat seit Beginn dieses Jahrs

Bagdad - Im Westirak haben Aufständische zwei amerikanische Soldaten getötet. Das US-Militärkommando in Falludscha teilte am Dienstag mit, die beiden Marineinfanteristen seien am Montag bei einem Angriff in der Anbar-Provinz ums Leben gekommen. Am Wochenende waren neun US-Soldaten im Irak getötet worden. Der Oktober ist für die US-Armee bisher der verlustreichste Monat seit Beginn dieses Jahrs.

Unterdessen setzten die US-Truppen ihre Suche nach einem amerikanischen Soldaten fort, der am Montagabend in Bagdad verschwunden war. Es war noch unklar, ob der Soldat entführt oder aus anderen Gründen vermisst wurde.

Feuerwehrleute erschossen

US-Soldaten haben im Irak vier Feuerwehrleute erschossen, die zu einem Einsatz ausgerückt waren. Nach einer Meldung über einen gestohlenen Löschzug in Falluja hätten die Truppen ein auf die Beschreibung passendes Fahrzeug angehalten, teilte das US-Militär am Dienstag mit. Die Insassen seien schnell ausgestiegen, worauf die Soldaten sie für bewaffnete Aufständische gehalten und alle getötet hätten.

"Nach einer weiteren Überprüfung stellte sich heraus, dass die mutmaßlichen Aufständischen in Wirklichkeit Feuerwehrleute waren, die zu einem Einsatz unterwegs waren", hieß es zu dem Vorfall am Vortag weiter. Minuten später sei ein zweiter Löschzug vorgefahren, dessen Insassen geflohen seien. Dabei habe es sich dann um das gestohlene Fahrzeug gehandelt.

In der 250 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Kirkuk wurden am Dienstag bei einem fehlgeschlagenen Attentat auf den Polizeichef der Stadt fünf Kinder und ein Leibwächter verletzt. Die Angreifer brachten einen Sprengsatz zur Explosion, als der Konvoi von General Turhan Yussif vorbeifuhr. Bei zwei weiteren Angriffen auf die Sicherheitskräfte in Kirkuk wurde ein Soldat getötet, drei weitere Menschen erlitten Verletzungen. (APA/dpa)

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