Prammer würde Finanzminister Grasser "nicht gefallen"

30. Oktober 2006, 09:31
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Künftige Nationalratspräsidentin: SPÖ müsste sicher keine Neuwahlen fürchten

Wien - Die designierte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer wäre über einen Finanzminister Karl-Heinz Grasser in einer Großen Koalition nicht glücklich. "Gefallen würde es mir nicht", sagte Prammer in der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "News". "Ich glaube nicht, dass Wolfgang Schüssel sich vorstellen hätte können, in einer Regierung Bundeskanzler zu sein, wo nicht auch wirklich sein engster Vertrauter Finanzminister ist", so Prammer.

Keine Angst vor Neuwahlen

Die laufenden Koalitionsverhandlungen nennt Prammer "schwierig, und das wissen alle." Bis Weihnachten müsse ein eindeutiges Ergebnis absehbar sein, sonst "wird es mühsam". Wenn die Verhandlungen scheitern, müsse die SPÖ aber "sicher keine Neuwahlen fürchten", glaubt Prammer. Dass die scheidende Bildungsministerin Elisabeth Gehrer und Noch-Nationalratspräsident Andreas Khol für die ÖVP mitverhandel, findet Prammer "grundsätzlich nicht unernsthaft. Aber welches Signal hier ausgesendet wird, das muss die ÖVP argumentieren".(APA)

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