Microsoft öffnet Sender-ID im Kampf gegen E-Mail-Spam

2. Jänner 2007, 11:23
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Antispam-Technologie wird zu offenem Standard - Ebert: "Am Ende des Tages wollen wir relevant bleiben"

"Sender ID", die Antispam-Technologie von Microsoft, kann ab sofort kostenlos und ohne rechtliche Konsequenzen in Lösungen implementiert werden. Das hat das Unternehmen gestern, Montag, bekanntgegeben. Die Entscheidung ist Teil der neuen "Open Specification Promise"-Strategie, die im September dieses Jahres erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Neben der Beilegung von Lizenzstreitigkeiten, die den Antispam-Standard seit seiner Einführung begleiten, sieht man bei Microsoft die Öffnung durchaus auch als Signal an die Open-Source-Welt.

"Transformationsprozess"

"Microsoft hat sich in den vergangenen Jahren einem Transformationsprozess unterzogen", erklärt Andreas Ebert, Regional Technology Officer European Union bei Microsoft, im pressetext-Interview. Im Sinne der von Kunden geforderten Interoperabilität von Lösungen und Systemen gebe es mittlerweile daher auch wesentlich mehr Brücken zur Open-Source-Szene und anderen Anbietern als früher, zeigt sich Ebert überzeugt. "Am Ende des Tages wollen wir relevant bleiben", fasst der frühere General Manager von Microsoft Österreich den Standpunkt des Unternehmens zusammen.

Globale Anti-Spam-Technologie

Die "Sender ID"-Technologie ist Teil von Microsofts globaler Antispam- und Antiphishing-Strategie und wird zur Verifizierung von E-Mail-Adressen eingesetzt. Über einen Serverabgleich kann festgestellt werden, ob die E-Mail von dem Mailserver stammt, den sie vorgibt zu benutzen. Mail-Spoofing, das Vortäuschen von Absender-Identitäten, gilt als wesentlicher Bestandteil der Spam- und Phishingproblematik. Die Unterstützung der Technologie erfolgt mittels entsprechender Software durch den jeweiligen Internet Service Provider oder System-Administrator. Das Öffnen der Spezifikation soll Microsoft zufolge zu einer Reihe von neuen Implementierungen und Lösungen führen und damit die Verbreitung des Standards weiter vorantreiben.

Interoperabilität

Erst vergangene Woche hatte Microsoft das Stichwort Interoperabilität in den Mittelpunkt eines fünftägigen Summits in Brüssel gestellt und im Rahmen dessen die Öffnung seines Virtualisierungsformates VHD bekanntgegeben. Für Überraschung hatte zuvor auch Microsofts Entscheidung gesorgt, zukünftig eine Office-Unterstützung des OpenOffice-Formats ODF anzubieten.(pte)

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