Vergrabenes Baby-Skelett in OÖ: Frau erkannte Jäckchen

29. Oktober 2006, 18:53
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Hat "vor mehr als 20 Jahren solche Jäckchen" gestrickt - Ermittler: Knochen stammen nicht vom örtlichen Friedhof

Im Fall des Baby-Skeletts, das eine Oberösterreicherin vor eineinhalb Wochen bei Grabungsarbeiten auf ihrem Grundstück entdeckt hat, gibt es eine neue Spur. Eine Frau hat das Jäckchen erkannt, das bei den Knochen gefunden wurde, berichtete die Sicherheitsdirektion Oberösterreich am Dienstag auf APA-Anfrage.

Die Frau meldete sich bei der Polizei und gab an, vor mehr als 20 Jahren solche Babyjäckchen gestrickt zu haben. Bisher noch nicht geklärt ist, ob sie die Kleidungsstücke verkauft oder verschenkt hat.

Die Frage, wie die Knochen auf das Grundstück gelangt sind, das vor einiger einiger Zeit neu aufgeschüttet wurde, ist immer noch Gegenstand von Ermittlungen. Mittlerweile wird aber ausgeschlossen, dass das Material vom örtlichen Friedhof stammt. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass das Kind in einem Waldstück illegal beerdigt worden ist und das Erdreich später von dort auf die jetzige Fundstelle verbracht worden ist.

Eine Unternehmerin hatte bei Grabungsarbeiten auf ihrem Grundstück die Knochen und eine alte Kinderstrickweste entdeckt und Alarm geschlagen. Bei den Fragmenten handelt es sich um Teile eines Schläfenbeines und eines Schulterblattes sowie um Unterarmknochen. Hunde spürten weitere Skelett-Reste auf. Ein gerichtsmedizinisches Gutachten wurde in Auftrag gegeben, auf Ergebnisse erwarte man aber erst in zwei Monaten, so die Sicherheitsdirektion. (APA)

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