Pro Jahr verletzten sich 52.900 Menschen bei der Hausarbeit

25. Oktober 2006, 09:32
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Ebenso viele Unfälle wie in Metallverarbeitungs- und Bauindustrie zusammen

Pro Jahr verletzten sich in Österreichs Haushalten 52.900 Menschen so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Das hat eine Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) ergeben. Damit ereigneten sich gleich viele Unfälle wie in der Metall- und Bauindustrie zusammen. Knapp zwei Drittel der Unfälle entfallen auf Frauen. Obwohl Männer deutlich weniger Tätigkeiten verrichten, haben sie aber ein um 20 Prozent höheres Verletzungsrisiko.

Die meisten Umfälle beim Kochen und Putzen

79 Prozent aller Unfälle passieren laut KfV beim Kochen und Putzen, vier von fünf Verletzungen sind Schnitte, Quetschungen, Stiche sowie Stürze. Teile der obereren Extremitäten sind dabei besonders gefährdet: knapp zwei Drittel (63%) aller Fälle betreffen u.a. Hände oder Finger. Der häufigste Übeltäter ist das Küchenmesser, mit 9.300 Verletzungen pro Jahr liegt es weit vor anderen Gefahrenquellen wie Brotschneidemaschine, Glasscherben und dem Herd.

1.000 Stunden pro Jahr

Frauen verbringen durchschnittlich 2.300 Stunden pro Jahr mit Hausarbeit, mehr als doppelt so viel wie Männer. Zusätzlich dazu nehmen die Tätigkeiten der Männer mit zunehmenden Alter sukzessive ab, so die Studie. Der Großteil der Aktivitäten verteilt sich auf das Kochen und Betreuen von Kindern, mit durchschnittlich 1.000 Stunden pro Jahr. (APA)

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