SPÖ drängt auf Gesamtschule

24. Oktober 2006, 13:52
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Niessl: Mit Umstellungsphase "jetzt beginnen" - Bei Verhandlungen aber zunächst Konsens-Punkte im Vordergrund

Wien - Die SPÖ will mit der Umstellungsphase auf eine gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen "jetzt beginnen". Bis zu einem tatsächlichen Start der Gesamtschule brauche es aber "umfassende Vorbereitungsarbeiten", betonte SP-Verhandlungsführer Hans Niessl am Dienstag vor der Konstitution der Arbeitsgruppe Bildung bei den Koalitionsverhandlungen: "Das geht nicht von heute auf morgen." Bei den Gesprächen würden aber zunächst die Konsens-Punkte zwischen SPÖ und ÖVP in den Vordergrund gerückt.

Senkung der Klassenschülerhöchstzahl

So habe die ÖVP im Wahlkampf etwa eine Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auf 25, mehr ganztägige Betreuungsplätze und eine Neuorganisation der Schuleingangsstufe versprochen, meinte Niessl. Die SPÖ werde aber natürlich auch die Streitpunkte Studiengebühren und gemeinsame Schule ansprechen.

Das SPÖ-Team

Das SPÖ-Verhandlungsteam in der Arbeitsgruppe Bildung besteht aus dem burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl, Bildungssprecher Erwin Niederwieser, Wissenschaftssprecher Josef Broukal, Familiensprecherin Andrea Kuntzl und der Vizepräsidentin des oberösterreichischen Landesschulrats, Brigitte Leidlmayer. Für die ÖVP verhandeln Bildungsministerin Elisabeth Gehrer, Beamtengewerkschafts-Chef Fritz Neugebauer, Bildungssprecher Werner Amon, Wissenschaftssprecherin Gertrude Brinek und der oberösterreichische Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer.

Die erste Besprechung der Gruppe ist auf etwa zwei bis zweieinhalb Stunden angesetzt. Im Anschluss, also etwa um 11.30 Uhr, wird es getrennte Pressekonferenzen der beiden Verhandlungsteams geben. (APA)

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