Intel zeigt ersten 4x4-Server

1. Jänner 2007, 13:01
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Muskelprotz rechnet komplexe Finanzsimulation in wenigen Sekunden

Der Halbleiterhersteller Intel hat in San Francisco vor Journalisten einen 4x4-Server mit vier Prozessoren der kommenden Quad-Core-Generation Tigerton präsentiert. Insgesamt verfügt der Demoserver über die Rechenleistung von 16 Kernen. Eine komplexe Finanzsimulation sowie die Darstellung eines großen 3D-Bildes bewältigte der leistungsstarke Rechner mühelos in wenigen Sekunden. Mit einem Einkernprozessor hätte die Erledigung der Aufgaben über eine Minute in Anspruch genommen.

Basis

Der verwendete Tigerton-Prozessor ist der erste Intel-Chip mit neuer Core-Architektur, der für den Einsatz in Multi-Prozessor-Systemen vorgesehen ist. Er basiert auf der Caneland-Plattform und soll ab dem dritten Quartal 2007 in den Verkauf gehen. Die Caneland-Plattform unterstützt den Clarksboro-Chipsatz, der die Verwendung von Fully-Buffered Dual In-Line Memory Module (FB-DIMM) ermöglicht. Jeder Kern des Tigerton hat zudem einen eigenen Frontside-Bus zum Chipsatz. Dies soll die Leistung und Bandbreite des Systems um das Doppelte steigern. Mit dem Tigerton schließt Intel dann die Umstellung sämtlicher Serverreihen auf die Core-Architektur ab.

Release

Die ersten Vier-Kern-CPUs kommen im November auf den Markt. Damit will sich der Brancheprimus von AMD weiter abgrenzen und seine Position stärken. Für Desktops wird der Kentsfield ins Rennen geschickt. Der Clovertown ist für Zwei-Wege-Server gebaut. Sie bestehen jeweils aus zwei Core-2-CPUs, die in einem Gehäuse untergebracht sind. "Mit der Einführung wollen wir unseren Technologievorsprung weiter ausbauen", erklärte Intel-Sprecher Hans-Jürgen Werner gegenüber pressetext. Mit dem ersten Vier-Kerne-Prozessor "Core 2 Extreme" sollen vor allem eingefleischte Computerspieler und Entwickler von digitalem Content gewonnen werden. Der Quad-Core-Prozessor für den Massenmarkt wird im ersten Quartal 2007 unter dem Namen Core 2 Quad in den Handel kommen.

Centrino

Laut dem taiwanesischen Portal DigiTimes soll die neue Notebookplattform unter dem Namen "Centrino Pro" früher auf den Markt kommen, als bislang angekündigt. Taiwanesischen Notebook-Herstellern zufolge wird die nächste Centrino-Generation, bislang unter dem Codenamen "Santa Rose" bekannt, mit der breiten Verfügbarkeit von Windows Vista geliefert werden. Erheblich beschleunigt sollen künftige Notebooks durch die Robson-Technik werden. Dabei dient ein Flash-Modul auf dem Motherboard als Zwischenspeicher. Wie Intel bereits vorführte, lassen sich damit Laptops binnen weniger Sekunden hochfahren. Zudem werden Anwendungen durch die gecacheten Daten beschleunigt (pte)

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Intel

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