Manfred Oschounig: Online-Werbung "generiert unmittelbares Feedback"

26. September 2007, 16:39
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"Schon am selben Tag lässt sich feststellen, ob die eingesetzten Werbemittel erfolgreich sind" - Der Marketing- Leiter der Direktbank ING-DiBa im Interview

Zwölf Prozent der Mediaspendings gehen in den Onlinebereich, sagt Manfred Oschounig, Leiter Marketing der Direktbank ING-DiBa. Dem Werbevolumen nach ist die Direktbank 2005 an der Spitze der Top-Werber im Internet, erhob Focus.

etat.at: Auf welche Bereiche verteilt die ING-DiBa ihr Werbebuget? Wieviel wird in Online-Werbung investiert?

Oschounig: Der Marketing-Mix der ING-DiBa Austria umfasst Werbung in den Mediengattungen TV, Hörfunk, Print, Plakat und Online. Zwölf Prozent des Mediaspendings gehen in Online-Werbung.

etat.at: Warum setzt die ING-DiBa auf Online-Werbung?

Oschounig: Als echte Direktbank bieten wir den Kunden drei Kanäle an, mit uns rund um die Uhr in Verbindung zu treten: Post, Internet und Telefon. Da spielt das Internet als Vertriebskanal eine wichtige Rolle.

etat.at: Wo sehen Sie Vorteile von Online-Werbung gegenüber klassischer Werbung? Gibt es Ihrer Meinung nach auch Nachteile?

Oschounig: Das Internet ist ein schnelles Medium und generiert unmittelbares Feedback. Schon am selben Tag lässt sich feststellen, ob die eingesetzten Werbemittel im Online-Bereich erfolgreich sind - und das mit einer direkten Messung. Im klassischen Bereich ist das Werbetracking schon etwas schwieriger.

Ein Nachteil, der aber nicht mehr wirklich große Bedeutung hat, ist jener, dass man Online nicht die gesamte Bevölkerung abholen kann. Vor allem die ältere Generation hat noch etwas Berühungsängste mit dem neuen Medien. Aber zunehmend findet auch in diesem Zielgruppensegement das Internet immer mehr Anklang.

etat.at: Welche Online-Werbeformen werden bevorzugt eingesetzt? (Banner, Advertorials, Sitebars, Sitelinks etc.)

Oschounig: Wir setzen auf alle klassischen Online-Werbeformen. Banner, Sky, Content Ads, Sitelinks und Advertorials werden von uns gerne verwendet. Persönlich glaube ich, dass der User aufdringliche Werbung im Internet ablehnt und als störend empfindet.

etat.at: Oft wird klassische Werbung einfach für das Internet adaptiert. Ist das der richtige Weg? Gibt es zu wenig kreative Online-Werbung?

Oschounig: Intergriertes Marketing lebt von einem einheitlichen Auftritt. So gesehen sollten klassische Sujets auch im Web platziert werden. Die Gestaltung sollte auf jeden Fall auf die Erfordernisse des Mediums angepasst sein. Zudem bietet der Online-Bereich viel mehr Möglichkeiten für kreative Umsetzungen.

etat.at: Wenn Sie privat surfen, welches Werbeformat finden Sie am ansprechensten?

Oschounig: Content Ads können aufgrund ihres Formates sehr ansprechend sein. Natürlich gefallen mir auch gut gemachte und wirklich kreativ gestaltete FlapBanner.

etat.at: Die Österreichische Webanalyse ÖWA will künftig auch soziodemografische Daten der Userinnen und User erheben. Sind solche Daten für Ihr Unternehmen ein Anreiz, noch stärker in den Online-Bereich zu gehen?

Oschounig: Für die Auswahl der einzelnen Plattformen und zur Definition der Zielgruppen wäre es sehr hilfreich. (Sabine Bürger)

Zur Person
Manfred Oschounig ist Marketing-Leiter der ING-DiBa Austria.

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  • Manfred Oschounig, Leiter Marketing, ING-DiBa Austria.
    foto: ing diba

    Manfred Oschounig, Leiter Marketing, ING-DiBa Austria.

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