Niederlande diskutieren über Sexarbeiterinnen für Auslandseinsätze

23. Oktober 2006, 19:19
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Bürgermeisterin: "Soldaten müssen Dampf ablassen"

Amsterdam - Eine niederländische Bürgermeisterin hat vorgeschlagen, niederländische Soldaten bei einem Auslandseinsatz von Prostituierten begleiten zu lassen. "Die Armee muss überlegen, wie ihre Soldaten Dampf ablassen können", sagte Annemarie Jorritsma, Bürgermeisterin der Stadt Almere im Landesinneren und Mitglied der liberalen Regierungspartei VVD, im Fernsehen. Das würde zudem verhindern, dass sich die Soldaten am jeweiligen Einsatzort einheimischen Frauen zuwendeten.

Die Überlegungen der Politikerin stießen auf ein geteiltes Echo. "Ich glaube nicht, dass meine Frau das für eine gute Idee halten würde", sagte ein Sprecher der Militärgewerkschaft der Zeitung "Volkskrant" am Montag. Der Chef des Verbandes der Sexindustrie fand die Idee zwar sonderbar. Sie habe aber etwas, fügte er hinzu. Die Niederlande sind für ihre liberalen Prostitutionsgesetze bekannt. Derzeit sind mehr als 2000 niederländische Soldaten im Ausland stationiert, die meisten davon in Afghanistan und Bosnien-Herzegowina. (APA/Reuters)

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