Rice übt scharfe Kritik an Ausweisung von UN-Sondergesandtem

25. Oktober 2006, 09:36
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US-Außenministerin: Entscheidung der Regierung in Khartum sei "in höchstem Maße unglücklich"

Washington - Mit scharfer Kritik haben die USA auf die Ausweisung des UN-Sondergesandten Jan Pronk aus dem Sudan reagiert. Die Entscheidung der Regierung in Khartum sei "in höchstem Maße unglücklich", sagte US-Außenministerin Condoleezza Rice am Montag in Washington. Sie werde im Laufe des Tages telefonisch mit UN-Generalsekretär Kofi Annan über das weitere Vorgehen beraten. Angesichts der sich verschlechternden Lage in der Krisenregion Darfur müsse die internationale Gemeinschaft dort handlungsfähig sein. Am Sonntag hatte bereits London seinen Unmut über Khartum geäußert.

Die sudanesische Regierung hatte am Sonntag die Ausweisung Pronks innerhalb von drei Tagen angeordnet, nachdem dieser sich kritisch über das Vorgehen der sudanesischen Armee in Darfur geäußert hatte. Pronk wurde am Montag zu Gesprächen mit Annan in New York erwartet. Die UNO und die sudanesische Regierung ringen seit Monaten um den Einsatz von UN-Soldaten in Darfur, wo sich seit Februar 2003 regierungsnahe Milizen und Rebellenorganisationen bekämpfen. (APA)

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