Kommunikationsbranche: Dienstleistungen als einziger Lichtblick

31. Oktober 2006, 10:19
posten

IKT-Warenproduktion seit 2000 mit Einbußen von neun Prozent

Die deutsche Kommunikationsbranche hat im vergangenen Jahr Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 237 Mrd. Euro produziert. Das sind knapp fünf Prozent mehr als im Jahr 2000. Das geht aus aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hervor. Als Wachstumsmotor hat sich in den vergangenen Jahren allerdings lediglich der Dienstleistungsbereich erwiesen. Dienstleistungen für Telekommunikation und Software haben im Zeitraum zwischen 2000 und 2005 um rund 25 Prozent oder fast 22 Mrd. Euro zugelegt.

Im selben Zeitraum haben die Teilbereiche Warenproduktion und Produktion der Kommunikationsinhalte Einbußen von neun bzw. sieben Prozent hinnehmen müssen. Insgesamt ging der Anteil der Kommunikationsbranche an der gesamtwirtschaftlichen Produktion von 6,2 Prozent im Jahr 2000 auf 5,9 Prozent im vergangenen Jahr zurück. "Insbesondere überrascht hat mich der Rückgang bei der Produktion von IKT-Waren", sagt Referatsleiter Ulrich Greiner vom Statistischen Bundesamt im Gespräch mit pressetext. Positiv entwickelt habe sich in den vergangenen Jahren vor allem der Bereich Medizintechnik wie etwa Diagnosegeräte.

Die Importe im Kommunikationsbereich beliefen sich im Jahr 2005 auf 99 Mrd. Euro und damit leicht über dem Niveau des Jahres 2000, in dem Waren und Dienstleistungen im Wert von 95,4 Mrd. Euro importiert wurden. Mit kräftigen Zuwachsraten kann dagegen der Exportbereich aufwarten. Nach 87 Mrd. Euro im Jahr 2000 kletterte das Exportvolumen der Kommunikationsbranche 2005 auf 107 Mrd. Euro, wie das Statistische Bundesamt gegenüber pressetext mitteilte. Nach dem Preisniveau gerechnet hat die inländische Produktion den Berechnungen zufolge um 25 Prozent zugelegt. Bei den Importen stiegen die Preise seit 2000 sogar um 71 Prozent. Verantwortlich dafür sind vor allem die verbesserte Ausstattung und Qualität der Waren.

Im Kommunikationsbereich fasst das Statistische Bundesamt zum einen Unternehmen zusammen, die Waren der sogenannten Informations- und Kommunikationstechnologie wie Computer oder Telefone herstellen. Diese Unternehmen kommen auf einen Anteil von etwa 30 Prozent. Mittlerweile fast die Hälfte der Produktion in der Kommunikationsbranche hält der Bereich Dienstleistungen, in dem etwa Festnetz- und Mobilfunkbetreiber sowie Softwarehersteller vertreten sind. Rund 24 Prozent des Gesamtmarktes entfallen auf die Produzenten von Kommunikationsinhalten wie Verlage oder Rundfunk- und Fernsehanstalten.(pte)

Share if you care.