Sprengkörper bei Bauarbeiten auf bayerischer Autobahn explodiert: Ein Toter

27. Oktober 2006, 09:59
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Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg - Detonation bei Fräsarbeiten - Autobahn stundenlang gesperrt

Aschaffenburg - Bei der Explosion eines im Boden verborgenen Sprengkörpers ist am Montag auf einer Autobahnbaustelle unweit von Aschaffenburg ein Bauarbeiter getötet worden. Vier Arbeiter und eine gerade vorbeifahrende Autofahrerin erlitten einen Schock, berichtete die Polizei. Nach ersten Ermittlungen war die von dem Arbeiter gesteuerte Fräsmaschine auf einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen. Das Baufahrzeug sei hochkatapultiert und in zwei Teile zerrissen worden. Der Fahrer war auf der Stelle tot.

Die Autobahn A 3 Frankfurt-Würzburg war auch noch am frühen Montagnachmittag in beide Richtungen gesperrt. Die Sperrung werde vermutlich noch mehrere Stunden aufrechterhalten, sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt. Es seien umfangreiche Ermittlungen am Unglücksort erforderlich.

Beim Bau übersehen

Offensichtlich ist der Sprengkörper beim Bau der Autobahn Frankfurt-Würzburg in den fünfziger Jahren übersehen worden. Wegen der geringeren Leistungsfähigkeit der Bagger habe man damals offenbar nur den Oberboden weggeschoben statt bis zum soliden Unterboden zu graben. Heutzutage werde aber beim Autobahnbau lockerer Unterboden bis zu einer Tiefe von 1,10 bis 1,50 Meter ausgebaggert; dies sei auch auf der Baustelle zwischen den Anschlussstellen Aschaffenburg Ost und West der Fall. (APA/dpa)

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