Entführer des italienischen Fotografen Torsello meldeten sich

27. Oktober 2006, 12:42
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Am Sonntag war das Ultimatum der Kidnapper ausgelaufen

Rom - Die Entführer des in Afghanistan entführten italienischen Fotografen Gabriele Torsello haben mit einem Anruf bei der italienischen Organisation Emergency garantiert, dass der Italiener wohlauf ist. Dies berichtete die italienische Organisation PeaceReporters, die mit Emergency eng in Verbindung steht, am Montag im Internet. "Wir konnten nicht mit Torsello persönlich sprechen, wir haben aber Garantien erhalten, dass es ihm gut geht", so ein Emergency-Sprecher. Die Entführer stellten keine neue Forderung zur Freilassung des 35-Jährigen.

Die Familie Torsello ist erleichtert, dass die Kidnapper wieder mit Emergency Kontakt aufgenommen haben. Am Sonntag war das Ultimatum der Kidnapper ausgelaufen. Für die Freilassung des Entführten hatten die Kidnapper den Abzug der italienischen Soldaten aus Afghanistan, sowie die Rückkehr des zum Christentum übergetretenen Afghanen Abu Rahman aus Italien in seine Heimat gefordert.

"Der neue Anruf beweist, dass die Kidnapper trotz Ablauf des Ultimatums den Kontakt aufrechterhalten wollen", sagte ein Sprecher von Emergency. Der italienische Fotoreporter war vor zehn Tagen im Süden Afghanistans entführt worden. Torsellos Lebensgefährtin, Silvia Heinrich, mit der der Reporter einen vierjährigen Sohn hat, lebt im Tiroler Ort Breitenwang. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Torsello bei einer Videoaufnahme im Mai 2006

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