Koalitionsverhandlungen über Frauenpolitik

23. Oktober 2006, 18:48
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SPÖ will ein eigenes Frauenministerium

Wien - Als dritte Arbeitsgruppe in den Koalitionsverhandlungen hat sich Montag Vormittag jene für den Bereich Familie, Frauen und Jugend konstituiert. Als eines der Anliegen formulierte SP-Verhandlungsführerin Bures vor Beginn der Besprechung die Schaffung eines eigenen Frauenministeriums. Nach sechs Jahren schwarz-blau-oranger Frauenpolitik wäre dies "sehr gut".

Rauch-Kallat will Einkommensschere senken

Gesundheits- und Frauenministerin Rauch-Kallat wollte sich als VP- Teamleiterin auf diese Frage ebenso wenig einlassen wie auf den Wunsch der SPÖ, das Kindergeld zu evaluieren. Man werde sich zunächst einmal anhören, was die SPÖ-Verhandler nun genau vorzuschlagen hätten. Als eines ihrer Hauptziele formulierte Rauch-Kallat, die Einkommensschere zwischen den Geschlechtern weiter zu verringern.

Viele Frauen in Arbeitsgruppe vertreten

Die Verhandlungsteams zum Familienbereich sind übrigens im Gegensatz zu den meisten anderen Gruppen traditionellen Mustern folgend stark weiblich dominiert. Alle vier VP-Verhandler sind Frauen, bei der SPÖ ist in der vierköpfigen Gruppe mit Oberösterreichs Soziallandesrat Josef Ackerl zumindest ein Mann vertreten.

Die erste Besprechung der Gruppe ist auf etwa zweieinhalb Stunden angesetzt. Im Anschluss, also etwa um 13 Uhr, wird es getrennte Pressekonferenzen der beiden Verhandlungsteams geben. (APA)

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