Brandenburger Bauminister wird neuer Cottbuser Oberbürgermeister

25. Oktober 2006, 11:48
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61,2 Prozent für SPD-Politiker Szymanski

Cottbus - Der Brandenburger Bauminister Frank Szymanski ist zum Oberbürgermeister von Cottbus gewählt worden. Der SPD-Politiker schlug am Sonntag seinen von einem umstrittenen Wahlbündnis aus CDU und PDS getragenen Gegenkandidaten Holger Kelch (CDU). Für Szymanski, der seinen Wechsel aus dem Potsdamer Bauministerium ins Cottbusser Rathaus ankündigte, stimmten 61,2 Prozent der Wähler, wie der Wahlleiter mitteilte. Kelch erreichte 38,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 40,4 Prozent.

Parteilose abgewählt

Die Abstimmung war nötig geworden, nachdem die vorherige parteilose Rathauschefin Karin Rätzel am 2. Juli aus Unzufriedenheit mit ihrer Arbeit vor Ende der Amtsperiode abgewählt worden war. Seither hatte Ordnungsdezernent Kelch die Rathausgeschäfte übergangsweise geführt. Das von dem 39-jährigen CDU-Politiker geschlossene Wahlbündnis mit der PDS und drei kleineren Gruppen hatte auch für Ablehnung aus den eigenen Reihen gesorgt. Unter anderem hatte der Brandenburger CDU-Landesvorsitzende Jörg Schönbohm die Zusammenarbeit mit den Postkommunisten kritisiert, konnte sich aber im Landesvorstand nicht durchsetzen.

Nachdem die Kooperation von CDU und PDS bekannt geworden war, hatte die SPD Szymanski ins Rennen geschickt. Der 50-Jährige kommt aus Cottbus und holte das Oberbürgermeisteramt erstmals seit 1990 für die Sozialdemokraten. Am (morgigen) Montag will der Brandenburger Ministerpräsident Matthias Platzeck verkünden, wer Szymanski als Bauminister folgen soll. (APA/AP)

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