Kenner am Werk

22. Oktober 2006, 20:20
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Geldtransporter spurlos verschwunden - Dieb muss ein Profi sein

Wien - Ein einfacher Autodieb hätte den Wagen nicht kurzschließen können, das Fahrzeug hat keinen gewöhnlichen Zündschlüssel: Diese Erklärung deutet für die Ermittler darauf hin, dass der Diebstahl eines Geldtransporters vor einem Baumarkt in Wien-Donaustadt kein Zufallstreffer war.

Sehr viel weiter gehende Erkenntnisse will die Kriminalpolizei jedoch nicht haben, die Suche nach Fahrzeug (ein Seat Kleintransporter mit dem Kennzeichen W SEC 43), Täter und Beute verlief auch am Sonntagnachmittag noch ohne konkrete Spur.

200.000 Euro erbeutet

Die Beute beträgt rund 200.000 Euro. Der Coup hatte sich Freitag gegen 18 Uhr vor einem Baumarkt in der Wagramer Straße 196 abgespielt. Der 32-jährige Angestellte der Sicherheitsfirma war dort auf seiner Rundstrecke an der vorletzten von zehn Stationen eingetroffen. Er holte die Tageslosung ab und brachte Wechselgeld. Das abgeholte Geld wird jeweils in einem fix montierten Metallkoffer im Wagen mit eigenem Schlosssystem deponiert.

Dazu kam es dann nicht mehr: Der Wagen war weg, als der Fahrer um 18.11 Uhr wieder auf den Parkplatz kam.

Der 32-jährige Angestellte der Sicherheitsfirma arbeitet bereits seit mehr als vier Jahren für das Unternehmen. Er wurde vor der Einstellung sicherheitsüberprüft. Von seinen Kollegen wird er als ruhig und genau beschrieben. Die Kriminalisten fahnden auch an den Grenzstellen. (APA, DER STANDARD Printausgabe, 23.10.2006)

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    Securop-Fahrzeug: nicht einfach mit einem Zündschlüssel zu starten - ein Hinweis auf einen Profi-Dieb

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