Wichtig durch die Woche

24. Oktober 2006, 19:28
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Warum soll es nicht auch im Eventbereich seltsame Abspaltereien geben? Beipiel: "Barman" gegen "Barkeeper"

Von Bürgerinitiativen, Tierschutzvereinen und Regierungsparteien ist man es ja gewohnt - warum also soll es nicht auch im Eventbereich seltsame Abspaltereien geben? In der wunderbaren Welt der Cocktailmixer heißt es deshalb "Barman of the Year" gegen "Barkeeper of the Year" - und am Montag (Hotel Marriott) können Franco Andolfo und Loos-Bar-Legende Marianne Kohn den Unterschied sicher erklären. Genaueres über das seltsame Österreich verrät aber Manfred Deix ein paar Gassen weiter - im Marx (3., Maria-Jacobi-Gasse) wird ein Film über ihn präsentiert.

Am Dienstag zeigt dann Raiffeisen-General Christian Konrad, dass sein Herz nicht nur für die Jagd schlägt: Er bittet zu "Das goldene Wien", einem Jazzabend im Stadttheater Walfischgasse, während Andrea Jungmann (Sotheby's) und "Asyl in Not" zur Charityversteigerung ins Semper-Depot laden.

Um Gut und Böse im Allgemeinen sowie Kontrolle, Überwachung und Datenschutz im Besonderen geht es am Mittwoch: Im Rabenhof verleihen Florian Scheuba und Doris Knecht die "Big Brother Awards", Anneliese Rohrer und Charles Ritterbrandt mit ihnen. Unter den Ausgezeichneten (die ihre Preise eher nie abholen kommen): Brigitte Ederer.

Am Donnerstag wäre eigentlich Pause. Aber weil Mario Soldo (ja, den in den 90ern omnipräsenten Selbstdarsteller gibt es noch/wieder) meint, dass am Freitag ohnehin nur reduziert gearbeitet wird, bittet er zur Eröffnung seines Donnerstag-Gay-Clubs "Trash" in die Fledermaus. "Donnerstag & schwul" steht zwar seit über 15 Jahren für "Heaven Gay Night" und für Holger Thor, aber seit dieser im Zuge des U4-Umbaus auf Wanderschaft machte, ist nichts mehr, wie es war: Ab Samstag kehrt Heaven ins U4 zurück, aber nur mehr einmal monatlich.

Boy George als Aufleger

Pünktlich war nur das Double, eine steile Partynacht wurde es dann aber doch noch: 80er-Jahre Ikone Boy George gab im Wiener U4 den House-DJ. Ö3-Moderator Peter L. Eppinger und Theresa Auersperg tanzten ab. Der Mann, der mit "Do you really want to hurt me" berühmt geworden war, machte nach dem Ende seiner Pop-Solokarriere mit Drogen von sich reden. Zuletzt musste George Alan O'Dowd im August strafweise fünf Tage lang auf Manhattans Straßen mit Schaufel und Besen Mist kehren. Es hat schließlich durchaus Spaß gemacht, sagt er inzwischen. (rott, APA, DER STANDARD Printausgabe, 23.10.2006)

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    Boy George im U4, Gesamtkunstwerk mit Wien-Anklängen

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