Stimmen: Held und Schurke

22. Oktober 2006, 18:34
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Der Rekordchampion und seine Nachrede

São Paulo - Held und Schurke, liebenswerter Familienvater, engagierter Mitmensch und kompromissloser Rennfahrer - an Michael Schumacher scheiden sich die Geister, wie die Stimmen zum Abschied in Interlagos beweisen.

  • Franz Beckenbauer (Kaiser): "Mit ihm verabschiedet sich eine herausragende Persönlichkeit, die trotz ihrer ungeheuren Popularität als Mensch ganz normal und natürlich geblieben ist, von der großen Bühne des Sports."

  • Jacques Villeneuve (Ex-Weltmeister): "Er ist kein großartiger Mensch. Ich denke, das Problem ist, dass man nie seine wahre Persönlichkeit zu Gesicht bekam."

  • Jean Todt (Ferrari-Rennleiter): "Michael ist ein ganz spezieller Mensch, ein persönlicher Freund, eine Legende auf der Piste. Es war ein Privileg, mit ihm arbeiten zu dürfen."

  • Bernie Ecclestone (Zampano): "Muhammad Ali und Ayrton Senna waren vielleicht die größten Superstars überhaupt, aber Michael ist nicht weit weg von ihnen. Es war vielleicht das letzte Bisschen, das ihm gefehlt hat: sich auch als Verlierer auszuzeichnen."

  • Niki Lauda (Instanz): "Er hat immer alles gegeben. Warum konnte er mit seinen Fehlern nicht genauso umgehen wie mit einem Rennauto?"

  • Flavio Briatore (Playboy, Renault-Teamchef): "Die For- mel 1 verliert einen großen Champion, aber sie ist stark genug, um das zu verkraften."

  • Luca di Montezemolo (Ferrari-Präsident): "Er ist der beste Rennfahrer aller Zeiten. Michael wird immer ein Mitglied unserer Familie bleiben."

  • Ralf Schumacher (Bruder): "Ich habe es genossen, Rennen mit ihm zu fahren, und wünsche ihm alles Gute."

  • Martin Brundle (Ex-Kollege): "Ein Held mit Zügen eines Schurken." (DER STANDARD, Printausgabe, Montag, 23. Oktober 2006, sid, lü)
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