Panik nach Erdbeben in Türkei

24. Oktober 2006, 09:13
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Beben mit Stärke 5,2 auf der Richterskala erschüttert Istanbul und Nordwesten der Türkei

Istanbul - Ein Erdbeben der Stärke 5,2 im Nordwesten der Türkei, das am Freitagabend die Region südlich des Marmara-Meeres erschütterte und bis nach Istanbul zu spüren war, hat die Menschen aufgeschreckt. Nach Panikattacken wurden 18 Menschen im Krankenhaus behandelt, wie türkische Zeitungen am Sonntag berichteten. Die Erdstöße verursachten nur kleinere Gebäudeschäden. Mehrere Moscheen und einige Häuser wurden den Berichten zufolge beschädigt. Zahlreiche Bewohner verbrachten die Nacht im Freien.

Das Zentrum des Bebens lag in einem als Vogelschutzreservat ausgewiesenem See in der Provinz Balikesir - rund 120 Kilometer Luftlinie von Istanbul entfernt. Anwohner sprachen von einem "Feuerball", der über dem See geleuchtet habe. Das Phänomen solle von Experten des mineralogischen Forschungsinstituts in Ankara untersucht werden, teilten die Behörden der Provinz Balikesir mit.

Furcht vor neuem Erdbeben

Stärker noch als in der Umgebung des Sees war das Beben in der Millionenstadt Istanbul zu spüren - vor allem in Wohnvierteln, die an das Marmara-Meer grenzen. Seit vor sieben Jahren bei einem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 mehr als 18.000 Menschen getötet wurden, wird befürchtet, dass es in nicht allzu ferner Zukunft am Marmara-Meer ein neues schweres Beben mit katastrophale Folgen auch für Istanbul geben könnte. (APA)

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