Illegales "Tierasyl" in Oberösterreich: Katzen an Hunde verfüttert

23. Oktober 2006, 21:21
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Furchtbare Zustände - Betreiber des "Asyls" bezeichnet sich selbst als "Tierretter" - Drei Hunde mussten sofort eingeschläfert werden

Linz - Eine grausame Entdeckung haben Tierschützer auf einem Bauernhof im Bezirk Freistadt in Oberösterreich gemacht. Der Hofbesitzer hat ein illegales "Tierasyl" betrieben und sich aber nicht um die Tiere gekümmert. Hunde waren in Pferdeboxen untergebracht und standen in Zentimeter tiefem Kot. Des Öfteren sollen tote Katzen an die Hunde verfüttert worden sein. Das berichtete die "Sonntags Rundschau" (Oberösterreich-Ausgabe).

Spaziergänger hatten sich über den fürchterlichen Gestank, der aus dem Hof drang, gewundert und schließlich eine Anzeige beim Tierschutzverein Linz erstattet. Dem Amtstierarzt und den Polizisten bot sich ein grausiges Bild. Elf Hunde und unzählige Katzen dürften dort in den vergangenen Wochen und Monaten unter unglaublichen Umständen untergebracht gewesen sein.

Nicht um die Tiere gekümmert

Der Hofbesitzer - er bezeichnet sich selbst als "Tierretter" - dürfte die Tiere übernommen haben, sich aber kaum bis gar nicht um sie gekümmert haben. Hunde waren in Pferdeboxen untergebracht und standen im eigenen Zentimeter tiefem Kot. Gefüttert hat er die Hunde - wenn nichts anderes da war - mit toten Katzen. Früher soll es auf dem Hof auch noch Pferde gegeben haben, über deren Verbleib aber niemand etwas weiß.

Der selbst ernannte "Tierretter" sei, wie Nachbarn erzählten, oft tagelang nicht zu Hause gewesen, nur das klägliche Bellen der Hunde sei zu hören gewesen. Die Tiere wurden in einer Rettungsaktion vorerst in der Tierrettungsstation Freistadt gebracht. "Diese Bilder werde ich meine ganzes Leben lang nicht vergessen", erzählte eine Angestellte der Rettungsstation, die die Tiere im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft übernahm.

Drei Hunde mussten sofort eingeschläfert werden

Keine Rettung gab es für drei der elf Hunde. Sie waren durch das monatelange Eingesperrtsein in den Boxen derart aggressiv, dass niemand mehr an sie herankam. Sie mussten noch im illegalen "Tierasyl" eingeschläfert werden. Einer der Hunde lief bei der Rettungsaktion davon.

Der Hofbesitzer war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Ihm drohen neben einem lebenslänglichen Tierhalteverbot auch Geldstrafen wegen massiver Tierschutzverletzungen. (APA)

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    Nachbarn erzählten, der "Tierretter" sei oft tagelang nicht zu Hause gewesen, nur das klägliche Bellen der Hunde sei zu hören gewesen.

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