Waldbrände behindern Flugverkehr in Indonesien

23. Oktober 2006, 21:09
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In Haupturlaubszeit für Muslime

Jakarta - Auf der indonesischen Insel Sumatra haben die anhaltenden Waldbrände am Sonntag den Flugverkehr teilweise lahm gelegt. Angesichts der starken Rauchentwicklung musste der Sultan-Thaha-Flughafen in der zentralen Provinz Jambi geschlossen werden. Die Sichtweite habe wegen der Rauchentwicklung nur 150 Meter betragen, sagte Flughafen-Chef Basuki Mardiyanto. Fluggäste seien zu einem anderen Flughafen im Süden Sumatras umgeleitet worden. Die Schließung fällt in die Haupturlaubzeit für Muslime, die das Ende des Fastenmonats Ramadan feiern.

Seit Wochen

Die Waldbrände wüten seit Wochen vor allem auf Sumatra und Borneo. Daher wurden auch in den vergangenen Tagen zahlreiche Flughäfen in dem südostasiatischen Inselstaat übergangsweise geschlossen und Flüge storniert. Heftige Regenfälle haben allerdings einige Waldbrände eingedämmt. In der Region beginnt zu dieser Zeit normalerweise die sechsmonatige Regenzeit.

Die Brände haben Erinnerungen an die Jahre 1997 und 1998 geweckt, als Feuer in Indonesien derart heftige Rauchschwaden entwickelten, dass die Wirtschaft der Region durch die Umweltkatastrophe milliardenschwere Verluste erlitt. Die Brände werden meistens absichtlich von Bauern und Plantagenbesitzern gelegt. Der Umweltminister des Landes hatte zuletzt mitgeteilt, dass die Polizei mehr als 300 Menschen im Zusammenhang mit den Bränden festgenommen habe und gegen sechs Firmen juristisch vorgehe. In der Vergangenheit kam es jedoch selten zu Schuldsprüchen. (APA)

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