Edlinger: VP-Finanzminister "Anfang vom Ende"

27. Oktober 2006, 17:21
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Ex-Finanzminister im "Hohes Haus": Finanzminister und Bundeskanzler müssen gleicher Partei angehören

Wien - Ex-SPÖ-Finanzminister Rudolf Edlinger hat sich in der Budget-Debatte mit der Forderung nach einem roten Finanzminister in einer Großen Koalition zu Wort gemeldet. "Es ist unbedingt notwendig, dass der Finanzminister der gleichen Partei angehört wie der Bundeskanzler". Ein schwarzer Finanzminister wäre "der Anfang vom Ende der Koalition, weil die Vertrauenssituation fehlt und die Loyalität fehlt", sagte Edlinger im ORF-Parlamentsmagazin "Hohes Haus" am Sonntag.

Der amtierende Finanzminister Karl-Heinz Grasser (V) sieht das freilich anders. Vertrauen zwischen Kanzler und Finanzminister sei sehr wichtig, aber "man hat gesehen, dass Karl Heinz Grasser und Wolfgang Schüssel, aus unterschiedlichen Parteien kommend, sich auch verstehen können". Ob er SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer vertraut, konnte Grasser nicht beantworten: "Dazu kenn ich ihn jetzt zu wenig". (APA)

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    Ex-SPÖ-Finanzminister Rudolf Edlinger: "Es ist unbedingt notwendig, dass der Finanzminister der gleichen Partei angehört wie der Bundeskanzler".

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