EU kündigt nach Diplomaten-Vorfall in Äthiopien Konsequenzen an

27. Oktober 2006, 09:07
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Kommissar Michel: Gefährdet Beziehungen

Brüssel - Die EU hat Äthiopien nach der angekündigten Ausweisung zweier EU-Diplomaten Konsequenzen gegen das Land angekündigt. EU-Entwicklungshilfekommissar Louis Michel habe Äthiopiens Ministerpräsidenten Meles Zenawi am Samstag darauf hingewiesen, dass der Vorfall die Beziehungen zwischen beiden Seiten gefährde, teilte ein Sprecher Michels mit. Die Behandlung der beiden EU-Mitarbeiter habe die bestehenden Regeln zu Immunität, Privilegien und Immunität verletzt. Das könne und werde nicht ohne Konsequenzen bleiben.

Die äthiopische Einwanderungsbehörde hatte am Freitag mitgeteilt, die zwei EU-Vertreter sollten des Landes verwiesen werden, weil sie in ihrem Auto zwei von der Polizei gesuchte Schwerverbrecher außer Landes schmuggeln wollten. Die Diplomaten aus Italien und Schweden seien an einem Grenzübergang zu Kenia auf frischer Tat ertappt worden. Die mutmaßlichen Verbrecher seien in Polizeigewahrsam, hatte es geheißen. Was ihnen vorgeworfen wird, ist bisher nicht bekannt.

Den Angaben zufolge wollen Michel und Meles am Montag erneut miteinander sprechen. Äthiopien hat den Löwenanteil der EU-Hilfsgelder von 2,2 Milliarden Euro erhalten, die zwischen 1975 und 2006 an afrikanische Länder südlich der Sahara gezahlt wurden. (APA/Reuters)

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