Stimmen: "Der Depp der Nation"

25. Oktober 2006, 10:31
37 Postings
  • Salzburg - Austria:

    Giovanni Trapattoni (Salzburg-Cheftrainer): "Wir haben es sicherlich verdient, zu gewinnen. In der ersten Hälfte war es schwierig, weil wir kaum Freiräume gefunden haben. Nach dem ersten Tor war es viel einfach für uns. Dann haben wir Freiräume gefunden und am Schluss noch zwei schöne Tore geschossen. Vonlanthen hat diese Qualität. Er kann alles machen. Vor ein, zwei Monaten hat er das noch nicht verstanden."

    Alexander Zickler (Salzburg-Torschütze): "Ich glaube, wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Wir waren immer überlegen, haben das aber zuerst nicht in Tore umgemünzt. Wir haben auch in Durchgang zwei gleich Gas gegeben und dann auch Tore geschossen. Beim zweiten Tor habe ich mich nur gefreut. Ich habe geglaubt, das hat ein Mitspieler geschossen. Das war auch ein Sieg, den man sich erarbeiten muss. So lange es 0:0 steht, ist jedes Spiel ein schwieriges Spiel. Wenn wir aber in jedes Spiel so reingehen, dann wird es gut weitergehen."

    Frenkie Schinkels (Austria-Trainer): "Ich bin der Kopf der Mannschaft. Wir haben jetzt zwei Schlappen hinnehmen müssen, das ist natürlich sehr traurig. Die Qualität der vergangenen Saison ist nicht da. Wir sind offensiv zu schwach. Tormann Safar war der beste Mann am Platz. Wenn es mit einem anderen Trainer wieder aufwärts geht, dann muss man einen anderen holen.

    Ich bin aber nicht der Mann, der schnell aufsteckt. Ich verlasse nicht gerne etwas, was ich mit aufgebaut haben. Zur Zeit fühle ich mich ein wenig als Spielball im Verein. Die Kommunikation ist nicht optimal. Ich muss mit allem rechnen, bin der Depp der Nation. Sie (die Entscheidungsträger) sollen nicht vergessen, dass es nicht um Schinkels oder eine andere Person geht, sondern um den Verein."

    Thomas Parits (Austria-General-Manager): "Ich bin nicht entsetzt, aber enttäuscht. Es war ein verdienter Sieg der Salzburger, sie haben 90 Minuten auf ein Tor gespielt. Wir haben uns gut verteidigt, aber Pech gehabt, dass Radomski ausgefallen ist. Die jungen Spieler müssen eben noch Lehrgeld bezahlen. Bei uns läuft es im Moment nicht, aber man darf nicht den Stab brechen über die Jungen. Ich glaube, dass die Gründe, warum wir da unten sind, ganz woanders liegen.

    Meine Bestellung war schon am Mittwoch vor dem UEFA-Cup-Match fix. Was ich weiß, ist auch eine Zustimmung vom Verwaltungsrat und Kuratorium gekommen. Im Moment denke ich nicht an personelle Konsequenzen, aber natürlich muss man sich Gedanken machen. Meiner Meinung nach brauchen wir noch zwei, drei Spieler. Es ist ganz klar, dass wir etwas machen müssen, denn so kann es nicht weitergehen. Im Moment diskutieren wir nicht über die Trainerfrage. Meine primäre Aufgabe ist es jetzt, die Mannschaft aufzurichten, damit wir wieder von unten rauskommen."

  • Rapid - Ried

    Peter Pacult (Rapid-Trainer): "In der ersten Spielhälfte waren wir sehr schlecht, sehr verunsichert. In der zweiten Spielhälfte hat die Mannschaft dann nach vorne gespielt und verdient den Ausgleich geholt. Wir hatten zuvor schon etliche Möglichkeiten, den Ausgleich zu schaffen, da haben wir gut kombiniert und Druck gemacht. Man hat gesehen, dass sich die Mannschaft nicht aufgegeben hat. Auch ich bin nicht glücklich über das Unentschieden, wir wollten die drei Punkte holen."

    Helmut Kraft (Ried-Trainer): "Wir haben leider das Gewinnen verlernt. In den letzten Minuten hätte es den Sieg geben müssen, hätten wir die drei Punkte mitnehmen können. Mit einem Erfolg wären wir in der Tabelle weiter nach vor gekommen, hätten einen großen Schritt gemacht. Das war zum Teil unser Fehler, das Tor (2:2, Anm.) wäre nicht nötig gewesen. Ein Sieg wäre wunderschön gewesen, mit den kommenden Heimspielen wollen wir aber nun das Punktmaximum herausholen und uns in der Tabelle absichern."

  • Pasching - GAK

    Milan Djuricic (Pasching-Trainer): "Wir haben mit Glück und großem Kampf das 1:0 über die Zeit gebracht. Ich habe schon vor dem Spiel gesagt, dass das für uns die schwierigste Partie der bisherigen Saison wird. Noch ist es für meine Spieler eine große Belastung, wenn wir gewinnen müssen. 1:0, drei Punkte - das ist das Wichtigste."

    Michael Baur (Pasching-Spieler): "1:0 klingt vielleicht gut, aber wir müssen darüber reden, was wir falsch gemacht haben. Wir haben die ganze Saison nicht so viele Torchancen zugelassen wie heute."

    Lars Söndergaard (GAK-Trainer): "Wir haben sehr gut gespielt, das müssen wir in unsere nächsten Spiele mitnehmen. Wenn wir schon ohne Selbstvertrauen so gut spielen wie heute, dann kann es nicht so schlecht sein."

    Roland Kollmann (GAK-Spieler): "Wir haben das Spiel 90 Minuten beherrscht und hatten Chancen für zwei oder sogar drei Spiele. Bei meiner Riesenchance bin ich mit dem rechten Fuß weggerutscht, aber das soll keine Ausrede sein, ich hätte das Tor machen müssen."

  • Tirol - Altach

    Frantisek Straka (Tirol-Trainer): "Ich bin absolut enttäuscht. Die Niederlage ist schade, wegen unserer zweiten Hälfte. Da sind wir aggressiver und offensiver in die Zweikämpfe gegangen. Wir hätten uns ein Remis verdient. Aber jetzt müssen wir eben nach vorne schauen und auf dieser zweiten Hälfte aufbauen."

    Michael Streiter (Altach-Trainer): "Es ist schön, in seinem Wohnzimmer zu gewinnen. Das ist mein bisher emotionalster und schönster Sieg. Es ist ein Riesenschritt, auswärts zu gewinnen. Außerdem haben wir erstmals in dieser Saison zu Null gespielt. Wir sind auf dem richtigen Weg. Aber morgen ist der Sieg schon wieder vergessen, beginnt wieder die Arbeit."

  • Sturm - Pasching

    Franco Foda (Sturm-Trainer): "Es war ein aggressives und schnelles Spiel. Ich bin mit dem Punkt nicht unzufrieden. Wir haben eigentlich nur die ersten 30 Minuten nicht ins Spiel gefunden. Danach hat es gute Kombinationen meiner Mannschaft gegeben. Mit den 15 Punkten, wobei wir eigentlich 18 hätten, muss man zufrieden sein. Hoffentlich gibt es am Montag positive Nachrichten, so dass es weiter geht. Es wäre schade um diese junge Mannschaft, wenn sie nicht im nächsten Jahr in der Bundesliga spielen könnte. Die Mannschaft kompensiert im Moment alles, selbst einen Ausfall von Filipovic und Salmutter."

    Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Wir hatten unsere Chancen, haben diese aber nicht genützt, können mit dem 0:0 aber gut leben. Vor allem wegen der letzten Auswärtsniederlagen. Schließlich ist Sturm nicht irgendwer. Wir haben es verabsäumt, mehr nach vorne zu spielen. Es war keine typische 0:0-Partie."

    Share if you care.