Alonso beschwört Normalität

22. Oktober 2006, 20:41
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WM-Favorit will das Rennen am Sonntag defensiv anlegen, immerhin reicht ja ein Punkt zum Titel - Toyota-Leute beschossen

Sao Paulo - Fernando Alonso reicht im letzten WM-Lauf am Sonntag in Sao Paulo schon ein Punktgewinn um definitiv erneut Formel 1-Weltmeister zu werden. Mit seinem komfortablen zehn Punkte-Vorsprung auf Ferrari-Pilot und Rekordweltmeister Michael Schumacher im Rücken, gibt sich der Spanier bereits mit einem Platz in den Punkterängen zufrieden. "Punkte zu machen ist am Sonntag wichtiger als zu gewinnen", sagte Alonso.

Trotzdem soll die Vorbereitung auf das Rennen bei Renault so "normal wie möglich" verlaufen. "Wir müssen das Rennen beenden, jeglichem Risiko aus dem Weg gehen, aber uns vor allem auch ganz normal auf das Rennen vorbereiten", so Alonso.

Gewarnt ist der 25-jährige WM-Führende vor allem durch Konkurrent Schumachers Defekt im vergangenen Japan-Grand Prix. "Wir haben keine komplette Erklärung, was passiert ist, hoffen aber, dass es ein einmaliges Problem war", machte Ferraris Technischer Direktor Ross Brawn deutlich.

Auch Renault hofft, dass das Team von technischen Defekten verschont bleibt. Immerhin wurde Leader Alonso in Monza ebenfalls ein Motorproblem zum Verhängnis. "Wenn wir zehn oder 20 Runden vor Schluss in aussichtsreicher Position sind, dann können wir unser Tempo sicher etwas reduzieren", gab Alonso preis.

Schock für Toyota-Crew

Vier Team-Mitglieder von Toyota wurde am Freitagabend in ihrem Auto, nur drei Kilometer von der Rennstrecke entfernt, von einer Jugendbande beschossen, entkam aber unverletzt.

Der Brasilianer Fernanda de Mello Villas-Boas, einer der vier Wagen-Insassen, gab an, dass mehrere Jugendliche das Feuer eröffnet hatten, während ein anderer versucht hatte, das Beifahrer-Fenster einzutreten. "Unsere Rettung war, dass hinter uns ein anderes Auto gekommen ist", erklärte der geschockte Villas-Boas. (APA/Reuters)

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