Pflege: Städtebund enttäuscht von Arbeitskreis-Bericht Klasnics

25. Oktober 2006, 15:46
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"Klare Aussage" zur Finanzierung von Pflegedienstleistungen gefordert

Wien - Der Österreichische Städtebund zeigt sich vom am Freitag verabschiedeten Schlussbericht des Arbeitskreises "Pflege und Altenbetreuung" enttäuscht, hieß es in einer Aussendung. Nun fordert man eine "klare Aussage" zur Frage der zukünftigen Finanzierung von Pflegedienstleistungen im Rahmen eines Regierungsübereinkommens. Im Bericht seien nämlich keine problemgerechten Finanzierungsaussagen getroffen worden.

Weitgehend nicht berücksichtigt im Bericht sieht man die "vielfältigen Leistungen der Städte und Gemeinden". Trotzdem sehe man in vielen Bereichen "sehr positive Ansätze", heißt es weiter. So lobte der Städtebund etwa die im Bericht enthaltene Forderung nach einer laufenden indexgebundenen Valorisierung des Pflegegeldes, diese könne man nur unterstützen. Generalsekretär Erich Pramböck: "Aber wo bleiben die konkreten Vorschläge für die notwendigen Finanzierungserfordernisse, die sich angesichts der überaus dynamischen Kostenentwicklung ergeben?"

Abschlägig

Kritik gab es auch daran, dass die Idee einer solidarischen Pflegeversicherung im Bericht "abschlägig" beurteilt beurteilt. Gerade diese sei für die Städte und Gemeinden eine wertvolle Option. Man müsse, so Pramböck, der Kostenexplosion im Sozial- und Pflegesektor in den Stadt- und Gemeindebudgets auch eine tragfähige, langfristig angelegte Finanzierungsform gegenüberstellen, "das wäre eine Pflegeversicherung". (APA)

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