Umfrage: 65 Prozent für Große Koalition

30. Oktober 2006, 09:31
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Sonst wollen 48 Prozent Neuwahlen - Zwei Gallup-Umfragen sehen SPÖ dann vor ÖVP

Wien - 65 Prozent der Österreicher sprechen sich für eine Große Koalition aus. Sollten sich SPÖ und ÖVP aber nicht zusammenraufen, wollen immerhin 48 Prozent der Befragten Neuwahlen. Diese Werte gehen aus einer Gallup-Exklusivumfrage für die Tageszeitung "Österreich" (Sonntags-Ausgabe) hervor.

Nur 15 Prozent sind im Fall des Scheiterns der Verhandlungen zwischen den beiden Großparteien für eine rechte Regierung aus ÖVP, FPÖ und dem BZÖ. Immerhin 22 Prozent der von Gallup Befragten sprechen sich für eine SPÖ-geführte Minderheitsregierung aus.

Sollte es zu Neuwahlen kommen, sieht Gallup die SPÖ eine Nasenlänge vorn: Stabil liegt die Partei Alfred Gusenbauers bei 37 Prozent; die ÖVP käme auf 35, die Grünen auf 13, die FPÖ auf elf Prozent. Nicht mehr im Parlament vertreten wäre das BZÖ. Somit gäbe es eine klare Rot-Grüne Mehrheit.

Widerspruch

Damit widerspricht Gallup jedoch einer eigenen, ebenfalls am Samstag veröffentlichten Umfrage, bei der im Auftrag des "profil" 400 ÖsterreicherInnen befragt wurden: Demnach liegen SPÖ und ÖVP zwar weiterhin bei 37 bzw. 35 Prozent - Grüne und Freiheitliche würden jedoch je 12 Prozent erreichen, das BZÖ liege bei 4 Prozent.

In der Kanzlerfrage führt dieser Gallup-Umfrage zufolge Wolfgang Schüssel. 28 Prozent der Österreicher würden, bei der Möglichkeit den Bundeskanzler direkt zu wählen, für den ÖVP-Obmann votieren. Bei der letzten Umfrage vor fünf Wochen wären es noch 30 Prozent gewesen. SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer holt jedoch acht Prozentpunkte auf und liegt mit 27 Prozent nur noch einen Punkt hinter dem amtierenden Kanzler. Grünen-Chef Alexander Van der Bellen könnte mit 12 Prozent der Stimmen rechnen (zuletzt acht), FP-Chef Heinz-Christian Strache mit zwei (zuletzt noch vier) und BZÖ-Obmann Peter Westenthaler mit ein Prozent (zuletzt noch zwei). (APA/red)

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