Aktionswoche gegen Rassismus

27. Oktober 2006, 14:47
7 Postings

Die Bundesliga-Runde am Wochenende steht im Zeichen einer umfangreichen europaweiten Kampagne gegen Xenophobie und Diskriminierung

Wien - Die 13. Runde der T-Mobile Bundesliga steht am Wochenende in Österreichs Fußball-Stadien im Zeichen des Kampfes gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Die vom Netzwerk Football Against Racism in Europe (FARE) in 37 Ländern koordinierte Kampagne ist die bisher größte ihrer Art. Das Motto, dem sich auch die Bundesliga verschrieben hat: "Zeig Rassismus die Rote Karte!"

Die Begleitkinder zeigen dem Rassismus vor dem Spiel symbolisch den roten Karton, je ein Spieler der beiden Mannschaften verliest ein Statement gegen Xenophobie. Schiedsrichter tragen ein Fair-Play-Logo und beim Schlager zwischen Tabellenführer Red Bull Salzburg und Meister Austria Wien gibt es am Sonntag im vermutlich ausverkauften EM-Stadion Wals-Siezenheim eine Fan-Choreographie.

Antirassismus-Fanzine

FairPlay, das Projekt des Wiener Instituts für Entwicklungsfragen und Zusammenarbeit (vidc) hat in Kooperation mit dem Fußballmagazin ballesterer zur heurigen Aktionswoche 17.000 Antirassismus-Fanzines produziert, in dem Fans aus Österreich, Italien, Spanien, Frankreich, Dänemark, Deutschland, der Tschechischen Republik und der Schweiz zu Wort kommen.

Europaweit stehen vielfältige Aktivitäten von Fans, Spielern und Spielerinnen, Vereinen, Verbänden, MigrantInnen und Schulen in ganz Europa auf dem Programm. In Österreich wird es außerhalb der Bundesliga zu über 20 Aktivitäten in den Landesverbänden des ÖFB, in der Frauenliga und im Amateurfußball kommen.

"Rassismus und Diskriminierung dürfen im österreichischen Fußball keinen Platz haben", betonte Bundesliga-Vorstand Georg Pangl. Er forderte die gesamte Bundesliga-Familie dazu auf, "diese Aktionswoche als Anlass zu nehmen, sich künftig aktiv und selbstbewusst gegen dieses Übel einzusetzen."

Für FairPlay-Koordinator Michael Fanizadeh ist das Engagement der Österreichischen Bundesliga wichtig: "Gerade die kommende EURO 2008 in Österreich und der Schweiz bietet Chancen Rassismus und Diskriminierung im Fußball effektiv zu bekämpfen. Denn immer noch kommt es im österreichischen Fußball zu rassistischen Übergriffen und sind Menschen mit Migrationshintergrund benachteiligt. Hier müssen wir ansetzen und den Schwung der EURO für die Integration nutzen."

In ganz Europa hatten rassistische Übergriffe zuletzt vermehrt für Aufsehen gesorgt. (APA/red)

  • Artikelbild
Share if you care.