Überschüssiges Geld fließt bevorzugt in Freizeit - Online-Studie

29. Oktober 2006, 17:01
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Kreditrückzahlungen, Reisen, neue Technologien, Mode und Wohnungseinrichtung noch vor Sparen und Altersvorsorge

Ihre Einkommensüberschüsse geben 42 Prozent der Österreicher am Liebsten fürs Freizeitvergnügen aus. An zweiter Stelle steht die Rückzahlung von Krediten, gefolgt von der Finanzierung von Urlaub und Reisen. Sparen und Altersvorsorge liegt noch hinter Ausgaben für Mode, neue Technologien und Wohnung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage des Marktforschers ACNielsen, der dazu im Juni weltweit 21.780 regelmäßige Internetbenutzer in 44 Ländern befragt hat.

Rund 39 Prozent der Österreicher gaben demnach an, ihr frei verfügbares Einkommen für den Schuldenabbau zu verwenden, 36 Prozent würden damit Urlaub und Reisen finanzieren. 23 Prozent würden das Geld fürs Sparen verwenden. Ebenso viele befragte Verbraucher nennen die Altersvorsorge als bevorzugte Geldanlage. Rund 28 Prozent verwenden ihre liquiden Mittel jeweils lieber für Mode oder neue Technologien sowie für die eigene Wohnungsgestaltung (25 Prozent). An der letzten Stelle der favorisierten Verwendungszwecke bei den heimischen Verbrauchern liegen Aktien- und Anlageinvestments (11 Prozent).

Dennoch bleibt die Altersversorgung für die Österreicher ein wichtiges Thema bei der Verwendung ihrer überschüssigen finanziellen Mittel. Im globalen Schnitt verwenden nämlich nur 11 Prozent die frei verfügbaren Gelder für die Pensionsvorsorge. In Europa sind laut der Internet-Umfrage nur noch die Tschechen mit 28 Prozent mehr auf ihre Altersvorsorge bedacht als die Österreicher. Im Nachbarland Deutschland hat die Pensionsvorsorge mit 22 Prozent den fast gleich hohen Stellenwert wie in Österreich. Das europäische Mittel liegt bei 12 Prozent.

Mit 23 Prozent liegt das Sparverhalten der Österreicher hingegen weit unter globalen Schnitt. Weltweit erklärten 40 Prozent der befragten Konsumenten ihr überschüssiges Geld in Spareinlagen zu stecken. Beim Anlegen ihres Ersparten gehen die Österreicher eher traditionell vor. Aktien- und Anleiheinvestments gegenüber sind sie nur teilweise offen. Nur 11 Prozent haben angegeben, dafür ihr Geld auszugeben, europaweit sind es 13 Prozent.

Generell sind die asiatischen Verbraucher mit 54 Prozent aber die globalen Sparmeister. Auch zeigen sie sich gegenüber Aktieninvestments weltweit am aufgeschlossensten (26 Prozent), noch vor den Nordamerikanern (14 Prozent) und den Europäern (9 Prozent).

Im europäischen Vergleich spielt für die heimischen Konsumenten Mode mit 28 Prozent nur eine untergeordnete Rolle. Die Europäer investieren ihr übriges Geld nach Urlaub und Freizeitaktivitäten (jeweils 38 Prozent) nämlich am häufigsten in neue Kleidung (36 Prozent). Die monetären Ausgaben für die Wohnungsgestaltung liegen im Schnitt bei 30 Prozent, der Kauf neuer Technologien findet bei den Europäern mit 27 Prozent Anklang.(APA)

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