Tauernautobahn: Kärntner Wirtschaft klagt über Lieferprobleme

20. Oktober 2006, 16:33
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Nun soll Katschberg-Bundesstraße für Wirtschaftsverkehr der Region geöffnet werden

Klagenfurt - Die andauernde Sperre der Tauernautobahn (A10) zwischen dem Knoten Spittal und Gmünd führt nicht nur zu vermehrtem Verkehr auf den Ausweichrouten. Die Kärntner Wirtschaft klagt bereits über höhere Transportkosten und Lieferprobleme. Die seit Montag gesperrte Altersbergbrücke wird unterdessen Zentimeter für Zentimeter untersucht, warum sich mehrere Stahlstreben verformt haben, ist aber weiterhin unklar.

In den vergangenen Tagen war viel von einem überschweren Sondertransport als Ursache die Rede. Asfinag-Projektleiter Gerhard Mysliwietz glaubt allerdings nicht, dass dieser Transport die Ursache für die Probleme an der Brücke gewesen ist. Gegenüber Radio Kärnten meinte er, dies dürfte nur der Anlass gewesen sein: "Ursache war er wahrscheinlich nicht, dafür muss es andere Gründe geben."

Sonderbewilligung

Die Klagen der Kärntner Wirtschaft über die Transportprobleme durch die zumindest noch eine Woche andauernde Sperre haben nun dazu geführt, dass das Land die Katschberg-Bundesstraße zumindest für den Wirtschaftsverkehr der Region geöffnet werden soll. An sich gilt auf der B99 ja ein Gewichtslimit von 7,5 Tonnen, Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler (B) hat für Montag aber eine Sonderbewilligung angekündigt. Die Wirtschaftskammer hat berechnet, dass für einen Kärntner Betrieb, der etwa Waren nach München liefert, die Mehrkosten durch die Umwege bei 25 Prozent liegen. In einigen Produktionsbetrieben soll es auch bereits Lieferschwierigkeiten bzw. Probleme mit dem Materialnachschub geben. (APA)

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