Eva Biaudet wird neue OSZE-Sonderbeauftragte gegen Menschenhandel

15. März 2007, 16:40
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Finnische Ex-Ministerin löst ehemaligen österreichischen SP-Frauenministerin, Helga Konrad, als OSZE-Gesandte nach

Helsinki/Wien/Brüssel - Die finnische Abgeordnete Eva Biaudet folgt der ehemaligen österreichischen SP-Frauenministerin, Helga Konrad, als Sonderbeauftragte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) im Kampf gegen den Menschenhandel nach. Dies gab der finnische Außenminister Erkki Tuomioja am Donnerstagabend in Helsinki bekannt. Konrad war die erste OSZE-Sonderbeauftragte in dieser Funktion, die 2003 geschaffen wurde.

Die 45-jährige Biaudet war von 1999 bis 2000 und von 2002 bis 2003 Gesundheitsministerin unter dem damaligen Ministerpräsidenten Paavo Lipponen. Seit 1991 gehört die Politikerin der liberalen Schwedischen Volkspartei dem finnischen Parlament an. Die Entscheidung über die Nachfolgerin Konrads wurde von OSZE-Generalsekretär Marc Perrin de Brichambaut und dem amtierenden Vorsitzenden der Organisation, dem belgischen Außenminister Karel de Gucht, getroffen, wie das finnische Außenamt in einer Aussendung mitteilte. Zu den wesentlichsten Aufgaben der Sonderbeauftragten zählt die Koordination der 55 OSZE-Mitgliedstaaten im Kampf gegen organisierten Menschenhandel.

Internationale Zusammenarbeit stärken

Finnland, das 2008 den Vorsitz in der OSZE führt, will nach Angaben von Tuomioja die internationale Zusammenarbeit gegen den Menschenhandel stärken. Der Menschenhandel sei eine gewaltige Herausforderung im Kampf um die Menschenrechte, sowohl international als auch national, betonte der finnische Außenminister. Die finnische Regierung wolle entschlossen gegen Menschenhändler vorgehen und deren Opfern helfen. Die Regierung in Helsinki hat im Vorjahr einen nationalen Aktionsplan zum Kampf gegen das Schlepperunwesen beschlossen. (APA)

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