Microsoft werkelt an eigenen Prozessoren

2. Jänner 2007, 11:23
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Entwicklungsteam des Softwareherstellers soll unter anderem an neuen Möglichkeiten für künftige Xbox-Generationen forschen

Auch wenn Microsoft mit Xbox, Zune und Co. immer deutlichere Zeichen in Richtung Hardware-Entwicklung setzt, so ist das Unternehmen doch weiterhin vor allem als Softwarehersteller bekannt. Entsprechend überrascht ein aktueller Artikel der New York Times : Laut diesem forscht man bei den Redmondern künftig auch an eigenen Prozessoren.

Interessenslage

Derzeit gibt es für dieses Unterfangen vor allem zwei Motivationen: So muss man sich langsam Gedanken über das Design der nächsten Xbox-Generation machen - und will sich wohl dabei nicht mehr auf andere verlassen. Ein weitere Bereich, um den sich die "Computer Architecture Group" künftig kümmern soll ist die Spracherkennung, so Charles P. Thacker, der bei Microsoft gemeinsam mit Rich Draves die entsprechende Entwicklung leitet.

Entwicklung

Möglich geworden sei dieses Unterfangen überhaupt erst durch neue Entwicklungs-Tools, die an der Universität von Kalifornien entwickelt wurden. Diese erlauben es neue Chip-Designs relativ kostengünstig - und ohne die Kosten der "richtigen" Chip-Fertigung - zu erstellen und zu testen.

Background

Die "Computer Architecture Group" wird an zwei Standorten des Konzerns tätig sein, einerseits im Hauptquartier in Redmond und andererseits auch im Silicon Valley. Der 63-jährige Thacker, der in der Vergangenheit unter anderem an der Entwicklung des legendären Alto-Rechners im Xerox Palo Alto Research Center mitgearbeitet hat, streicht auch heraus, dass es sich dabei um kein Experiment des Unternehmens handle: "Wie alles, was Microsoft macht, ist dieses Unterfangen langfristig ausgelegt". (red)

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    Charles P. Thacker, Co-Leiter der neuen "Computer Architecture Group" bei Microsoft

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