61 Länder im Rennen um Auslands-Oscar

27. Oktober 2006, 14:40
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Österreich schickt Antonin Svobodas Spielfilmdebüt "Spiele Leben" ins Rennen - Auswahl der Finalisten am 23. Jänner

Los Angeles - 61 Länder gehen diesmal ins Rennen um den Oscar in der Kategorie "nicht englischsprachiger Film". Das sei eine Rekordbeteiligung, teilte die Film-Akademie am Donnerstag (Ortszeit) in Los Angeles mit. Erstmals habe Kasachstan einen Filmbeitrag eingesandt, hieß es in der Mitteilung. Österreich schickt Antonin Svobodas Spielfilmdebüt "Spiele Leben" ins Rennen. Die Auswahl der fünf Finalisten durch die Academy of Motion Picture Arts and Sciences wird am 23. Jänner 2007 bekannt gegeben. Die 79. Oscar-Verleihung findet am 25. Februar im Kodak Theatre in Los Angeles statt.

83 Länder waren geladen, einzureichen

Insgesamt waren heuer 83 Länder von der Academy eingeladen, Kandidaten für die Oscar-Nominierung als bester nicht englischsprachiger Film einzureichen. Anders als bisher wird nicht mehr die Sprache des jeweiligen einreichenden Landes verlangt. Michael Hanekes Film "Caché" durfte 2006 nicht für Österreich in den Wettbewerb, weil er in französischer Sprache gedreht worden war.

Almodovor will es wissen: "Volver"

Aus Spanien schickte Erfolgsregisseur Pedro Almodóvar die dramatische Komödie "Volver", Frankreich versucht mit "Ein perfekter Platz" sein Glück. Die Teilnahme Finnlands an dem Oscar-Wettkampf steht noch offen. Finnland hatte den Film "Lichter in der Dämmerung" ("Laitakaupungin valot") eingeschickt, doch Filmregisseur Aki Kaurismäki (49) hat seine Unterschrift unter einer entsprechenden Bewerbung bei der US-Filmakademie verweigert und vom nationalen Filminstitut die Einstellung aller Aktivitäten Richtung Oscar-Nominierung verlangt. Mitarbeiter der Academy würden sich derzeit um ein Gespräch mit dem Filmemacher bemühen, hieß es.

Deutschland probiert es mit "Das Leben der Anderen"

Das Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" von Debütfilmer Florian Henckel von Donnersmarck wird Deutschland vertreten. Im vergangenen Jahr war das deutsche Kinodrama "Sophie Scholl - Die letzten Tage" über die NS-Widerstandskämpferin ins Rennen gegangen und von der Academy auch in die Endrunde gewählt worden. Bei der Preisvergabe ging "Sophie Scholl" jedoch leer aus. (APA/dpa)

  • Georg Friedrich in "Spiele Leben"
    foto: polyfilm

    Georg Friedrich in "Spiele Leben"

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